In der ersten Jahreshälfte
165 Verkehrstote in Baden-Württemberg: Zahl der Unfall-Opfer steigt
VonJuliane Reyleschließen
Der Straßenverkehr ist gefährlich – die Zahl Verkehrstoten ist in der ersten Jahreshälfte 2023 gestiegen. Neben Rasern treibt auch Alkoholmissbrauch die Opferzahlen und Unfälle in die Höhe.
Nicht nur die Zahl der Unfälle ist in Baden-Württemberg gestiegen, sondern auch die Zahl der Verkehrstoten. Nach rückläufigen Zahlen in den Corona-Jahren hat sich die Situation in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres wieder zugespitzt. Mehr Verkehrsunfälle kosteten zahlreichen Menschen das Leben. In Baden-Württemberg wurden insgesamt 148.062 Unfälle von der Polizei aufgenommen. Das sind 6,7 Prozent mehr als im Vorjahr.
165 Verkehrstote durch Auto-Unfälle in Baden-Württemberg – in der ersten Jahreshälfte
Bei Verkehrsunfällen kamen 165 Menschen ums Leben. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 21 Todesopfer weniger. Damals handelte es sich um einen historischen Tiefstand, der vermutlich auf die Corona-Zeit zurückzuführen ist. „Unser Ziel, die Vision Zero, also eine Mobilität ohne Verkehrstote und Schwerverletzte, werden wir nicht von heute auf morgen erreichen“, sagte Innenminister Thomas Strobl (CDU) am Mittwoch in Stuttgart zu den neuen Zahlen.
Raser, Alkoholmissbrauch, Ablenkung und Missachtung von Vorfahrt
Während die Zahl der Schwerverletzten zurückging, stieg die Zahl der Leichtverletzten um rund 1,3 Prozent an. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 2023 in Baden-Württemberg 16.242 Personen bei Straßenverkehrsunfällen leicht verletzt. 2.830 Personen wurden schwer verletzt. Das sind so wenige Schwerverletzte wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen.
Ein wichtiger Grund für Unfälle im Straßenverkehr seien übermäßiges Gasgeben und mangelnde Fahrtüchtigkeit – zum Beispiel durch Alkohol. Aber auch Missachtung der Vorfahrt und Ablenkung führten zu zahlreichen Verkehrsunfällen.
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