Landkreis Karlsruhe

Keine Brennelemente mehr im AKW Philippsburg – Rückbau kann beginnen

  • Julia Cuprakowa
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Im stillgelegten AKW in Philippsburg wurden die Brennelemente entfernt. Jetzt steht dem Rückbau nichts mehr im Wege.

Drei Atomkraftwerke (AKW) laufen noch in Deutschland – darunter auch das Atomkraftwerks Neckarwestheim 2. Doch schon bald werden die letzten Energielieferanten dieser Art im Land abgeschaltet. In den stillgelegten Atomkraftwerken in Philippsburg (Landkreis Karlsruhe) befinden sich seit Donnerstag keine Brennelemente mehr. Im April geht auch das AKW nahe Heilbronn vom Netz, wie echo24.de bereits berichtete.

Die Brennelemente seien in Castoren genannten Transport- und Lagerbehälter verpackt worden und würden im staatlichen Zwischenlager vor Ort sicher aufbewahrt, teilten der Betreiber EnBW und das Umweltministerium Baden-Württemberg als Aufsichtsbehörde mit.

Keine Brennelemente mehr im AKW in Philippsburg – Rückbau kann beginnen

Damit sei der Weg frei, für ein größeres Projekt im Rahmen des Rückbaus von Block 2, erklärte die EnBW: Arbeiten im und am Reaktordruckbehälter, dem früheren Herzstück der Anlage. Unter Wasser sollen die Einbauten des Behälters in den nächsten Monaten demontiert und zerlegt werden. Auch AKW Neckarwestheim geht vom Netz. Hier kann der Rückbau an die 15 Jahre dauern. Der Meiler in Philippsburg ist im Jahr 1984 ans Netz gegangenen und produziert seit Ende 2019 keinen Strom mehr. Seit März 2022 wurden den Angaben nach alle 734 verbrauchten Brennelemente in 40 Castoren verpackt.

„Damit ist ein weiteres wichtiges Etappenziel im Rückbau des Kernkraftwerks Philippsburg erreicht – und damit auch ein wertvoller Zugewinn an Sicherheit“, erklärte Umweltministerin Thekla Walker (Grüne). „Nun gilt es, den Atomausstieg in Baden-Württemberg weiter konsequent und sicherheitsorientiert umzusetzen.“

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