Streik auf unbegrenzte Zeit

Kurzes Aufatmen bei Bahnreisenden: GDL-Streik endet heute – vorerst

Streik im regionalen Bahnverkehr in Stuttgart
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Die Lokführergewerkschaft GDL ruft seit Mittwoch erneut zum Streik in Baden-Württemberg auf.
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  • Julia Cuprakowa
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Die Lokführergewerkschaft GDL ruft seit Mittwoch (2. November) erneut zum Streik auf – am Donnerstag soll dieser nur vorerst enden.

Update, 9. November: Bahnreisende auf bestimmten Strecken im Südwesten können ab Donnerstag etwas durchatmen. Kurzzeitig zumindest, denn das Statement der Lokführergewerkschaft GDL macht klar, dass hier noch nicht das letzte Wort gesprochen ist. Die Gewerkschaft will am späten Vormittag ihren bis dahin achttägigen Streik beim Bahnunternehmen SWEG beenden, wie sie am Mittwoch mitteilte. „Mit dieser Atempause geben wir der SWEG-Geschäftsführung Gelegenheit, die Haltlosigkeit ihrer Position einzugestehen“, sagte der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky laut Mitteilung.

Die GDL hatte die Beschäftigten der Südwestdeutsches Landesverkehrs GmbH (SWEG) und deren Tochter SWEG Bahn Stuttgart GmbH (SBS) vom 2. November an zum Streik aufgerufen und zunächst kein Enddatum genannt. Vor allem bei der SBS im Stuttgarter Netz/Neckartal hatte es zuletzt laut Unternehmen größere Streikauswirkungen gegeben. Die GDL spricht von zahlreichen Zugausfällen und Verspätungen im gesamten Streckennetz der Landeseisenbahn. Es war der bereits fünfte Arbeitsausstand im laufenden Tarifkonflikt.

In dem Konflikt geht es darum, dass die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer künftig eigenen Angaben zufolge nicht nur für die SBS, sondern für den gesamten SWEG-Konzern einen Tarifvertrag für die mehr als 500 Eisenbahner aushandeln möchte. Insgesamt zählt der Konzern 1.800 Beschäftigte. Die SWEG lehnt das ab und will die ehemalige Abellio Rail Baden-Württemberg - heute SBS - auch nicht dauerhaft übernehmen. Die Abellio-Tochter war Ende 2021 in finanzielle Schieflage geraten. Die landeseigene SWEG hatte das Unternehmen daraufhin für zunächst zwei Jahre übernommen.

Bahnstreik geht weiter: Ausfälle treffen vor allem die Region Stuttgart

Update 03. November: Der Streik zwischen GDL und SWEG sorgt auch am Donnerstag (3. November) für Probleme im Zugverkehr. Denn die Lokführergewerkschaft GDL hat das Personal der Südwestdeutschen Landesverkehrs GmbH (SWEG) erneut zum Streik aufgerufen, wie der SWR berichtet. Davon betroffen ist vor allem der Nah- und Regionalverkehr. Auf den Zollern-Alb Bahnen ist nach Angaben der SWEG mit Einschränkungen zu rechnen, ebenso bei der Konzerntochter SBS, die unter anderem auf der Strecke Tübingen-Stuttgart unterwegs ist.

Streikauswirkungen im Stuttgarter Netz, im Neckartal und am Bodensee

Größere betriebliche Einschränkungen soll es demnach bei der Konzerntochter SWEG Bahn Stuttgart GmbH (SBS) im Stuttgarter Netz/Neckartal geben, hieß es von der SWEG. Die Münstertalbahn werde im Busnotverkehr bedient, wie der SWR weiter berichtet. Fahrgäste werden gebeten, sich vor Fahrtantritt über ihre Verbindungen zu informieren.

Auch am Bodensee kann es zu Einschränkungen kommen. Auf der Seehäsle-Bahnstrecke zwischen Stockach und Radolfzell kann es ebenfalls zu Behinderungen kommen. Die SWEG teilte mit, dass auch dort ein Busnotverkehr eingerichtet worden sei. Die Busse kämen zum Einsatz, wenn der Zug den Stundentakt nicht fährt. Fahrgäste sollten sich in jedem Fall vorab informieren.

Wieder Bahnstreik: Ausfälle vor allem in und um Stuttgart und im Neckartal

Update 02. November: Mitarbeitende der Verkehrsunternehmen Südwestdeutsche Landesverkehrs GmbH (SWEG) und der SWEG Bahn Stuttgart GmbH (SBS) treten ab heute in den Streik. „Auf allen Strecken, wo die SBS und die SWEG fährt, wird es Einschränkungen geben“, sagte der stellvertretende Vorsitzende des GDL-Bezirks Süd-West, Danny Grosshans, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwochmorgen. Der Streik sollte um 3 Uhr beginnen. Grosshans konnte am frühen Morgen zunächst keine Informationen zu Teilnehmerzahlen nennen. Zugreisende im Südwesten müssten sich ab heute für unbestimmte Zeit auf Behinderungen im Bahnverkehr einstellen.

Zugreisende müssen vor allem in und um Stuttgart mit Ausfällen und Verspätungen rechnen

Grund ist, dass die Lokführergewerkschaft GDL zum fünften Mal Lokomotivführer, Zugbegleiter, Werkstattmitarbeiter, Ausbilder, Mitarbeiter des SWEG-Kundencenters und Disponenten der SWEG und der SBS zu einem Streik aufgerufen hat. Schon in den vergangenen Wochen hatte die GDL mehrfach zu Warnstreiks und nach erfolgter Urabstimmung zu Streiks bei der SWEG aufgerufen. Die GDL will laut ihrem Bundesvorsitzenden Claus Weselsky keine tarifliche Ungleichbehandlung in den Unternehmen SWEG und SBS zulassen.

Die SWEG kündigte bereits im Vorfeld an, infolge der Arbeitskampfmaßnahmen sei im Streikzeitraum mit betrieblichen Störungen in ihren Netzen zu rechnen. Die Münstertalbahn werde im Busnotverkehr bedient. Stärkere Streikauswirkungen seien im Stuttgarter Netz/Neckartal der Konzerntochter SBS zu erwarten. Fahrgäste wurden gebeten, sich vor Fahrtantritt über ihre Verbindungen zu informieren.

Erneuter Bahnstreik: Ausfälle und Verspätungen ab Mittwoch zu erwarten

Erstmeldung vom 01. November: Zugreisende in Baden-Württemberg müssen sich ab Mittwoch erneut auf Ausfälle und Verspätungen einstellen. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, ruft die Lokführergewerkschaft GDL nun zum fünften Mal zum Streik auf. Das Ende des Streiks bleibe zunächst offen, hieß es in einer Mitteilung vom Dienstag.

Ab 3 Uhr morgens sollen Lokomotivführer, Zugbegleiter, Werkstattmitarbeiter, Ausbilder, Mitarbeiter des SWEG-Kundencenters und Disponenten der SWEG Südwestdeutsche Landesverkehrs GmbH (SWEG) sowie der SWEG Bahn Stuttgart GmbH (SBS) ihre Arbeit nieder legen.

Bahn-Streik in Baden-Württemberg ab Mittwoch – auf unbestimmte Zeit

Schon in den vergangenen Wochen hatte die GDL mehrfach zu Warnstreiks und nach erfolgter Urabstimmung zu Streiks bei der SWEG aufgerufen. Die GDL will laut ihrem Bundesvorsitzenden Claus Weselsky keine tarifliche Ungleichbehandlung in den Unternehmen SWEG und SBS zulassen.

Dass es in dem Tarifkonflikt vermutlich erneut zum Streik kommen wird, hat sich bereits im Oktober abgezeichnet, wie echo24.de berichtete. Die Verantwortlichen teilten damals mit: „Ob nach dem Streik auch vor dem Streik ist, liegt ausschließlich in den Händen des Arbeitgebers.“ Bereits am 8. September gab es aufgrund eines GDL-Streiks massive Störungen auf allen Linien. Auch am 2. September standen aufgrund eines Lokführerstreiks viele S-Bahnen still.

In dem Tarifkonflikt geht es darum, dass die GDL künftig nicht nur für die SBS, sondern für den gesamten SWEG-Konzern mit seinen 1800 Mitarbeitern einen Tarifvertrag aushandeln möchte. Die SWEG will die ehemalige Abellio Rail Baden-Württemberg – heute SBS 0 jedoch nicht dauerhaft übernehmen. Die Abellio-Tochter war Ende 2021 in finanzielle Schieflage geraten. Die landeseigene SWEG hatte das Unternehmen daraufhin für zunächst zwei Jahre übernommen.

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