„Über 1000 Traktoren“

Bauern-Demo legt Stuttgart lahm – Misthaufen vor Ministerium abgeladen

  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
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In und um Stuttgart herrscht am Donnerstag Verkehrs-Chaos. Über tausend Landwirte sind mit ihren Traktoren zum Demonstrieren in die Stadt gekommen.

Die Landwirte in Baden-Württemberg sind am Donnerstag erneut auf die Straße gegangen, um gegen die Agrar-Pläne der Politik zu demonstrieren. Laut Polizei sind über tausend Landwirte mit ihren Traktoren angereist und haben den Verkehr in und um Stuttgart lahmgelegt. Die Polizei bittet Autofahrer bis zum Nachmittag die Landeshauptstadt weitestgehend zu umfahren.

Misthaufen vor Landwirtschaftsministerium in Stuttgart abgeladen: Polizei ermittelt nach Bauern-Demo

Update um 14:30 Uhr: Nach der Protest-Aktion in Stuttgart sind die Landwirte noch immer bei der Abreise. Es dürfte noch eine Weile dauern, bis alle Traktoren die Landeshauptstadt verlassen haben. Die Polizeipräsidien in der Region sind darüber in Kenntnis gesetzt worden, dass derzeit mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen, vor allem auf den Bundesstraßen, gerechnet werden muss. Autofahrern wird weiterhin geraten, den Raum Stuttgart zu meiden und auf andere Verkehrsmittel umzusteigen.

Vor dem Hotel Le Méridien in Stuttgart, direkt bei dem Landwirtschaftsministerium, haben Bauern einen riesigen Misthaufen abgeladen. Die Polizei ermittelt nun gegen die Verursacher.

Nach Protest-Aktion mit Traktoren in Stuttgart: Stau auf der A8 Richtung München 

Update um 13:38 Uhr: Die Landwirte befinden sich nach der Protest-Aktion am Donnerstag in Stuttgart wieder auf der Heimreise. Auf der A8 Richtung München staut sich der Verkehr zwischen den Anschlussstellen Aichelberg und der Ausfahrt Hohenstadt laut „ADAC“-Stauinfo auf rund zehn Kilometer. Autofahrer müssen hier mit einem Zeitverlust von bis zu 45 Minuten rechnen. 

Kundgebung beendet: Landwirte in Stuttgart sind auf dem Weg zurück zum Wasen

Update um 12:40 Uhr: „Die Versammlung auf dem Kernerplatz ist beendet“, teilt die Polizei Stuttgart auf „X“, ehemals Twitter, mit. „Viele Versammlungsteilnehmende begeben sich wieder zurück zu ihren Fahrzeugen am Cannstatter Wasen. Um etwa 14 Uhr fahren die Versammlungsteilnehmenden wieder vom Cannstatter Wasen ab“, heißt es.

Für Autofahrer bedeutet das, zunächst kommt es in der Stuttgarter Innenstadt zu weiteren Verkehrsbehinderungen durch die Traktoren. Danach wird es vor allem auf den Bundesstraßen und Autobahnen rund um Stuttgart wieder zu Verkehrsbehinderungen kommen. Wie bereits am Morgen dürfte es wohl am meisten die B10, B27 und die A8 treffen.

Landwirte sind auf dem Weg zur Kundgebung in der Stuttgarter Innenstadt

Update um 11:35 Uhr: Wie die Polizei Stuttgart auf Nachfrage von echo24.de erklärt, gibt es immer wieder kleinere Blockaden in der Stuttgarter Innenstadt, die jedoch recht zeitnah aufgelöst werden können. Es sei „viel Verkehr, doch es läuft, wenn auch zäh“, erklärt eine Polizeisprecherin.

Landwirte protestieren am Donnerstag in Stuttgart. „Wer macht Deutschland satt, wenn wir es satt haben?“, steht auf einem Traktor.

Der Demonstrationszug mit den 150 Traktoren vom Cannstatter Wasen Richtung Kernerplatz findet nicht wie geplant statt. Zahlreiche Landwirte haben sich bereits unabhängig davon zum Ziel aufgemacht. Viele Landwirte würden laut Polizei aktuell zu Fuß zu der Kundgebung vor dem Landwirtschaftsministerium unterwegs sein.

„Über 1000 Traktoren“ sind in Stuttgart zum Demonstrieren – Korso verzögert sich

Update um 11 Uhr: Auf der B14/B10 geht laut Polizei nichts mehr, vom Hesslacher Tunnel bis zur Gaisburger Brücke herrscht „Stillstand“. Für Autofahrer gilt weiterhin: „Umfahrt Stuttgart“, appelliert die Polizei Stuttgart.

Update um 10:33 Uhr: „Über 1000 Traktoren sind bereits auf dem Cannstatter Wasen, weitere sind auf dem Weg“, teilt die Polizei Stuttgart auf „X“ mit. „Der geplante Fahrzeugkorso zum Kernerplatz verzögert sich.“ Der Demonstrationszug sollte eigentlich bereits um 9:30 Uhr starten.

„Rechnen mit über tausend Fahrzeugen“: Landwirte legen am Donnerstag Verkehr lahm

Update um 10:15 Uhr: „Wir rechnen mittlerweile mit über tausend Fahrzeugen, Tendenz steigend“, sagt eine Sprecherin der Polizei Stuttgart gegenüber echo24.de. Der Demonstrationszug startet etwas verspätet, um kurz nach zehn Uhr seien laut Polizei die meisten Landwirte noch auf der Anfahrt zum Sammelpunkt am Cannstatter Wasen.

150 Traktoren sind für den Demonstrationszug angemeldet. Weitaus mehr Landwirte kommen zu der Kundgebung am Kernerplatz.

Bauern protestieren in Stuttgart: Die „Heilbronner Stimme“ war live dabei

Landwirte legen Verkehr in und um Stuttgart lahm: Stau auf der B10 und A8

Update um 9:45 Uhr: „Vermeidet Autofahrten rund um Stuttgart“, schreibt die Polizei Stuttgart erneut auf „X“, ehemals Twitter. „Greift auf alternative Verkehrsmittel wie das Fahrrad oder den ÖPNV zurück“, heißt es weiter. Die Teilnehmenden an der geplanten Kundgebung werden dazu aufgefordert, „zügig und direkt“ zum Cannstatter Wasen zu fahren.

Update um 9:35 Uhr: Die Landwirte sorgen auch auf der A8 am Donnerstag für erheblichen Stau. Auf rund neun Kilometer staut sich der Verkehr am Morgen, Autofahrer müssen mit einem Zeitverlust von rund einer halben Stunde rechnen. In Stuttgart ist auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz.

Die Polizei Stuttgart teilt auf „X“, ehemals Twitter, mit: „Die Fahrzeuge der Landwirte-Kundgebung sind aktuell aus vielen Richtungen zum Cannstatter Wasen unterwegs“. In Stuttgart herrscht Verkehrs-Chaos.

Landwirte demonstrieren am Donnerstag in Stuttgart: Verkehrs-Chaos auf der B10

Erstmeldung: Wie die Polizei Ulm am Morgen mitteilt, befinden sich auf der B10 von Ulm nach Stuttgart eine „Vielzahl von Traktoren auf der Fahrbahn“, weiter warnt die Polizei: „Es kommt zu Verkehrsbehinderungen. Fahrt auch hier besonders vorsichtig“

Wie die „Heilbronner Stimme“ berichtet, protestieren auch Landwirte aus der Region Heilbronn in Stuttgart. Bis etwa 14 Uhr rechnet die Stadt Stuttgart am Donnerstag mit Verkehrsbeeinträchtigungen durch die „Bauern-Demonstrationen“. Wer die Möglichkeit hat, soll am Donnerstag bestenfalls auf Bus und Bahn umsteigen.

Hintergrund für die Proteste ist das geplante Aus für die Steuervergünstigungen, etwa für Diesel. Dazu kommt eine teurere Kfz-Steuer.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Arnulf Hettrich