Bundesweite Umfrage zu finanzieller Lage
Wie hart die Inflation Baden-Württemberg im Vergleich zu den anderen Ländern trifft
VonFabian Girschickschließen
Die Inflation trifft alle Bürger unterschiedlich stark – doch zumindest im Ländervergleich ergeben sich klare Tendenzen. echo24.de verrät, wie es um die Baden-Württemberger steht.
Zwar ist die Inflationsrate im August 2023 wieder leicht gesunken (von +6,2 Prozent auf +6,1 Prozent), dennoch beschäftigt diese weiterhin viele Menschen. Schließlich haben die vergangenen Monate Lücken in den Geldbeuteln der Bürger hinterlassen, wie aus der repräsentativen Studie „TeamBank-Liquiditätsbarometer 2023“ hervorgeht. Für diese hatte das Marktforschungsinstitut YouGov im Juni 3.213 Deutsche im Alter von 18 bis 79 Jahren digital befragt.
Eine dieser Fragen lautete: „Auch wenn Sie nicht wissen, über welchen Betrag Sie im Monat frei verfügen können: Ist dieser Betrag in den letzten zwölf Monaten sehr viel größer, etwas größer, etwas geringer, sehr viel geringer geworden oder in etwa gleichgeblieben?“ Bundesweit gaben hier 42 Prozent der Befragten an, dass der Betrag etwas geringer oder sehr viel geringer geworden sei.
Fast die Hälfte der Baden-Württemberger hat weniger Geld zur Verfügung
In Baden-Württemberg sieht die Prozentzahl mit 39 Prozent ähnlich aus. Überraschend wenig trifft es dahingegen die Berliner mit 31 Prozent und die Hamburger mit 33 Prozent. Im Mittelfeld liegen neben Baden-Württemberg auch Nordrhein-Westfalen (39 Prozent) sowie Rheinland-Pfalz und das Saarland (jeweils 42 Prozent).
Am meisten zu spüren bekommen die Inflation dahingegen die Brandenburger. 48 Prozent gaben an, dass sie über etwas weniger oder sehr viel weniger finanzielle Mittel verfügen. Ähnlich steht es um die Bürger von Schleswig-Holstein und Niedersachsen (jeweils 47 Prozent).
Baden-Württemberger machen sich am meisten Sorgen um Wohnnebenkosten
Besonders viele Sorgen machen sich die Baden-Württemberger darum, ihre laufenden Wohnnebenkosten nicht mehr begleichen zu können, oder ihren Lebensstandard herunterfahren zu müssen. 65 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich eher große Sorgen oder sehr große Sorgen machen. Damit landet Baden-Württemberg diesbezüglich auf Platz 1.
Am wenigsten Sorgen um die Wohnnebenkosten machen sich die Bremer mit 51 Prozent, der Bundesdurchschnitt liegt bei 59 Prozent. Und das, obwohl 88 Prozent der Bremer angaben, dass sie die Wohnnebenkosten etwas zu hoch oder viel zu hoch finden. In Baden-Württemberg waren dies 86 Prozent.
Die Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit hat sich für viele verändert
Innerhalb der vergangenen zwölf Monate hat sich die Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit zudem für viele Bürger verändert. In Baden-Württemberg gaben 33 Prozent der Befragten an, dass ihnen dieses Thema etwas wichtiger oder sehr viel wichtiger wurde. Der Bundesdurchschnitt liegt ebenfalls bei 33 Prozent.
Die geringste Zustimmung fand das Thema Nachhaltigkeit in Sachsen (25 Prozent), die höchste in Hamburg (44 Prozent).
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