Großer Stellenabbau droht 2024

Bosch will 1500 Jobs streichen – Standorte in Baden-Württemberg betroffen

  • Lisa Klein
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Der Automobilzulieferer Bosch will rund 1500 Stellen abbauen. Betroffen sind wohl vor allem die Standorte Stuttgart-Feuerbach und Schwieberdingen.

Wie die „Automobilwoche“ am Sonntag exklusiv berichtet, soll Bosch im bevorstehenden Jahr mindestens 1500 Stellen abbauen, um Kosten zu sparen. Betroffen seien die Standorte Stuttgart-Feuerbach und Schwieberdingen in Baden-Württemberg. Das Unternehmen steht im Austausch mit den Betriebsräten.

Großer Stellenabbau bei Bosch droht 2024: 1500 Jobs sind betroffen

Dem Bericht zufolge könnten aus wirtschaftlichen Gründen bestehende 40-Stunden-Verträge gekündigt werden – die dann auf tarifliche 35 Stunden gesenkt werden sollen. Bosch ist in ganz Deutschland an mehr als 100 Standorten vertreten – eigenen Angaben zufolge arbeiten rund 134.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Bosch-Gruppe in Deutschland.

Bei Bosch sollen 2024 rund 1500 Stellen gestrichen werden.

In der Region Heilbronn gibt es außerdem einen Standort von Bosch in Abstatt. Ob auch dort ein Stellenabbau droht, ist bislang nicht bekannt. Bereits im März bangten 27.000 Bosch-Mitarbeiter in Deutschland um ihre Arbeitsplätze. Ein Jahr zuvor strich Bosch Hunderte Stellen in Rastatt.

Bosch will Stellen streichen: Was passiert mit den Mitarbeitern an den betroffenen Standorten?

Bosch stehe laut einer Sprecherin in einem engen Austausch mit den Arbeitnehmervertretern, berichtet die „dpa“. Die Betriebsräte würden vor Entscheidungen strukturiert einbezogen und könnten Handlungsalternativen einbringen. Der Prozess solle sozialverträglich gestaltet werden.

„Dabei wollen wir auf die interne Vermittlung von Mitarbeitern in andere Bereiche, auf das Angebot von Qualifizierungsprogrammen für Wachstumsbereiche, aber auch Vorruhestandsregelungen oder freiwillige Aufhebungsvereinbarungen setzen“, teilte die Sprecherin mit.

Als Grund für den geplanten Abbau nannte sie die Transformation der Automobilindustrie, welche mittelfristig große Auswirkungen auf die gesamte Branche habe. Der Übergang zur Elektromobilität erfordere hohe Vorleistungen und gehe mit einem sinkenden Beschäftigungsbedarf einher. Eine schwache Weltwirtschaft, die anhaltende Inflation und negative Wechselkurseffekte verschärften die Situation.

Rubriklistenbild: © IMAGO/imageBROKER/Arnulf Hettrich

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