Coronavirus-Mutation
Corona-Mutation erstmals in Baden-Württemberg nachgewiesen – wie geht‘s jetzt weiter?
VonJulia Cuprakowaschließen
In Deutschland ist der erste Fall der neuen Corona-Mutation aus Großbritannien entdeckt worden. Bei einer Frau in Baden-Württemberg wurde die Virus-Variante erstmals nachgewiesen.
Das Coronavirus breitet sich in Baden-Württemberg* immer weiter aus. Nun könnte die ursprüngliche Variante Verstärkung bekommen. Denn: Die in Großbritannien aufgetretene Variante des Coronavirus* ist erstmals auch in Deutschland nachgewiesen worden – genauer gesagt in Baden-Württemberg, wie echo24.de* berichtet.
Corona-Mutation in Baden-Württemberg: Frau mit neuer Corona-Variante infiziert
Die mutierte Corona-Variante B.1.1.7 wurde bei einer Frau, die am 20. Dezember aus Großbritannien nach Baden-Württemberg einreiste, festgestellt. Dies teilte das Gesundheitsministerium in Stuttgart mit. Die Frau habe milde Krankheitssymptome und befinde sich in häuslicher Isolation. Drei enge Kontaktpersonen seien ebenfalls in Quarantäne.
Die Frau war von Großbritannien (London Heathrow) nach Frankfurt am Main geflogen, um Angehörige im Landkreis Freudenstadt in Baden-Württemberg zu besuchen. „Bereits bei der Einreise erfolgte am Flughafen ein Schnelltest aller Passagiere auf Sars-CoV-2, der bei der betreffenden Person positiv ausfiel“, sagte ein Ministeriumssprecher. Sie sei dann von Verwandten mit einem Auto abgeholt worden. „Zur Diagnosesicherung erfolgte am 21. Dezember 2020 ein PCR-Test, der ebenfalls positiv ausfiel.“ Die engen Kontaktpersonen seien bisher nicht erkrankt. Eine Abstrich-Untersuchung der Kontaktpersonen wurde in die Wege geleitet.
Coronavirus in Baden-Württemberg: Corona-Mutation aufgetaucht - Variante deutlich ansteckender
Die neue Variante des Coronavirus ist möglicherweise deutlich ansteckender* als die bisher bekannte Form - vor allem für Kinder. Die meisten EU-Staaten hatten nach Bekanntwerden der Mutation entschieden, Reisen aus und nach Großbritannien weitgehend einzuschränken, um die Verbreitung zu verhindern. In Dänemark sind bislang 33 Fälle der neuen Virus-Variante nachgewiesen worden. Auch in den Niederlanden ist sie inzwischen aufgetreten. Der Chef des Impfstoffherstellers Biontech, Ugur Sahin, erklärte am Dienstag, dass sein Präparat sehr wahrscheinlich auch gegen die neue Variante wirke.
Mit der Formulierung „Das sieht nicht gut aus“ habe ich ja was losgetreten… Um Spekulationen ein Ende zu bereiten: dies bezog sich allein auf den jetzt deutlicheren Beleg der verstärkten Verbreitung der Mutante. Sonst keine Änderung meiner Einschätzung. https://t.co/mj1AyNag7i
— Christian Drosten (@c_drosten) December 22, 2020
Der Berliner Virologe Christian Drosten hatte bereits am Dienstag erklärt, es sei recht wahrscheinlich, dass die Corona-Mutation B.1.1.7 aus Großbritannien mittlerweile auch in Deutschland sei. Bei den derzeitigen Beschränkungen im Lockdown „dürfte diese Variante hierzulande eher schwer Fuß fassen“, sagte Drosten. „Ich glaube nicht, dass wir da bald ein größeres Problem kriegen.“ Bislang gebe es keine Hinweise darauf, dass die neue Variante einen Einfluss auf die Krankheitsschwere hat. *echo24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.
