Deutschlandticket im Verkauf

49-Euro-Ticket ab sofort in ganz Deutschland zu kaufen – das gilt für das Abo

  • Juliane Reyle
    VonJuliane Reyle
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Ab Montag kann das 49-Euro-Abo für den Nah- und Regionalverkehr bundesweit zu erwerben. Bereits ab dem 1. Mai sollen es Fahrgäste nutzen können.

Es ist so weit: Der Vorverkauf für das 49-Euro-Ticket startet. In ganz Deutschland können Verbraucher nun das Abo, das als Nachfolger des beliebten 9-Euro-Tickets gilt, erwerben. Doch einige Neuerungen gibt es zu beachten, echo24.de erklärt, was für das neue Bahnticket gilt.

Das 49-Euro-Ticket gilt ab dem 1. Mai 2023 und ist ein monatlich kündbares Digital-Abo. Kunden mit der App der Deutschen Bahn können das Ticket bereits ab dem 3. April erwerben, doch auch über die Website ist es zeitlich zu buchen.

Chipkarte und Handyapp: So funktioniert das 49-Euro-Ticket

Außerdem ist das Ticket auf einigen Websites regionaler Verkehrsunternehmen zu erwerben. Bei einer Verkehrskontrolle kann das Abo dann per Handy mit einer App vorgezeigt werden oder per Chipkarte, wie die „Deutsche Presse-Agentur“ (dpa) schreibt.

Ohne Smartphone kann das 49-Euro-Ticket auch persönlich an den stationären Verkaufsstellen der jeweiligen Verkehrsunternehmen gekauft werden. Dadurch können sich allerdings die Wartezeiten deutlich verlängern.

Nicht am Fahrkartenautomat zu kaufen: Internet bietet Vorteil

An Fahrkartenautomaten wird der Kauf des Tickets nicht klappen, weil dort meist keine Abos angeboten werden. Wer jedoch kein Smartphone, aber einen internetfähigen Computer hat, der kann das Ticket auch darüber online erwerben.

Das neue Deutschlandticket gilt in allen Bussen und Bahnen des Nah- und Regionalverkehrs. Doch ausgenommen sind damit ICE-, IC- und EC-Züge sowie private Reisebusse.

Auch auf Schiffen ist das Ticket ungültig - außer es handelt sich um Verbindungen, die zum öffentlichen Nahverkehr gehören, wie etwa die Fähren in Hamburg oder über den Berliner Wannsee.

Das Ticket gilt nicht im Flix-Train oder im Fernverkehr

Im Flix-Train gilt das Ticket, ebenso wie im DB-Fernverkehr, nicht. Fahrten im Flix-Bus sind vom Deutschlandticket nicht abgedeckt.

Das Deutschlandticket gilt immer für den aktuellen Kalendermonat für den Monat und nicht ab Kaufdatum für einen Monat. Wer sich somit erst am 15. Mai für das Ticket entscheidet, muss für den Zeitraum bis 31. Mai die vollen 49 Euro zahlen.

Deutschlandticket ist ein Abonnement: Jeden Monat kündbar

Grundsätzlich ist das Deutschlandticket als Abonnement gedacht. Wer das Abo nicht kündigt, erhält das Ticket für den nächsten Monat automatisch. Das Ticket kann jedoch fristlos, stets zum Ende jeden Monats, gekündigt werden.

Beschlossene Sache: Am 1. Mai kommt das 49-Euro-Ticket.

Was mit bereits bestehenden Abos geschieht, ist von Verbund zu Verbund unterschiedlich. Doch prinzipiell ist das 49-Euro-Ticket ein zusätzliches Abo und ersetzt nicht automatisch bestehende Angebote der Verkehrsunternehmen und -verbünde. Bestehende Abo-Kundinnen und -Kunden sollten sich deshalb vorher bei dem ausgebenden Verkehrsunternehmen informieren.

Nicht für jeden lohnt sich das Deutschlandticket: Alte Tickets und Abos bleiben bestehen

Der Abschluss eines 49-Euro-Tickets lohnt vor allem für Pendlerinnen und Pendler im Regionalverkehr zwischen verschiedenen Städten.

Das Ticket würde künftig oft einen Bruchteil dessen kosten, was sie bislang für ihr Abo bezahlen müssen. Wer indes vor allem in der eigenen Stadt mit Bus und Bahn unterwegs ist, sollte noch mal nachrechnen. Zwar sind auch dort viele andere ÖPNV-Abos meist teurer als das Deutschlandticket. Allerdings umfassen sie oft Zusatzangebote wie etwa die Mitnahme einer weiteren Person am Wochenende, eines Hundes oder des Fahrrads.

Teurere Einzel- und Monatstickets werden weiterhin angeboten, denn diese Monatstickets bieten vielerorts mehr als das Deutschlandticket. Einzel- und Wochenfahrscheine werden ebenfalls weiterhin angeboten, da nicht für jeden ein 49-Euro-Monatsticket interessant ist.

Allgemein ist noch unklar, wie viele Menschen das 49-Euro-Ticket kaufen werden. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen geht von rund 5,6 Millionen neuen Kundinnen und Kunden aus. Elf Millionen Bestands-Abo-Kunden werden der Prognose zufolge auf das Deutschlandticket wechseln.

Rubriklistenbild: © picture alliance / CHROMORANGE | Christian Ohde

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