September Nachthimmel

Sterne-Gucken im September: Warum sind gerade besonders viele am Himmel zu sehen?

Das galaktische Zentrum der Milchstraße, ein paar Sternschnuppen und die Earth Night: Im September wird am Nachthimmel einiges geboten.

Die hellen Sommernächte sind vorbei und im September wird es schon wieder etwas früher dunkel. Perfekte Bedingungen also für Sterngucker. Schon ab 21:30 Uhr werden einige Planeten und Sternbilder sichtbar. Ein paar Sternschnuppen lassen sich ebenfalls blicken. In den klaren und dunklen Nächten um den Neumond lässt sich im September auch besonders gut die Milchstraße beobachten.

Neumond und Earth Night: Milchstraße besonders gut sichtbar

Im September ist das galaktische Zentrum, also der Teil der Milchstraße mit der dichtesten Ansammlung an Sternen, im Süden über dem Horizont gut sichtbar. Am 15. September sorgen außerdem der Neumond und die „Earth Night“ für eine gute Sicht.

Die Earth Night ist eine Aktion der gemeinnützigen Organisation „Paten der Nacht“, zur Eindämmung der Lichtverschmutzung. Ab Einbruch der Dunkelheit sollen alle Außenlichter ausgeschaltet werden. So können in dieser Nacht viele Sterne und andere Himmelskörper auch vom eigenen Fenster aus beobachtet werden. Aber auch in den Tagen vor und nach dem Neumond sind die Bedingungen noch gut genug, um die Milchstraße zu sehen.

Milchiges Band: Was wissen wir über unsere Heimatgalaxie?

Wir auf der Erde nehmen die Milchstraße als milchiges Band wahr – daher auch der Name. Die Milchstraße ist nach Berichten der European Space Agency (ESA) aber eigentlich eine flache Scheibe mit einem Durchmesser von 100.000 Lichtjahren. Das heißt: Licht braucht 100.000 Jahre, um von einem Ende der Milchstraße zum anderen zu gelangen.

Die Milchstraße: Im September ist sie als milchiges Band über dem Horizont zu sehen.

Das Licht der über 100 Milliarden Sterne in der Milchstraße ist der ESA zufolge übrigens ganz schön alt, bis es bei uns ankommt. Vom Zentrum bis zur Erde, die sich im kurzen Orion-Arm der Milchstraße befindet, benötigt es 28.000 Jahre. „Gaia“, die Mission der ESA zur Erstellung der genauesten Karte der Milchstraße, erforscht seit Dezember 2013 die Sterne und Planeten unserer Heimatgalaxie.

Sterne im September: Morgenstern und Perseiden

Um den 25. September kann Merkur am Morgenhimmel bewundert werden. Der eigentliche Morgenstern ist aber die Venus. Ihre zunehmende Sichel ist laut Vereinigung der Sternfreunde den ganzen Monat vor Sonnenaufgang im Osten zu sehen. Abends leuchten im September Jupiter, Saturn und Uranus. Der Mars wird nicht zu sehen sein. Er zieht gerade hinter der Sonne vorbei und wird erst wieder im Januar 2024 am Morgenhimmel erscheinen. Vollmond ist diese September erst am 29. des Monats, wegen des zweiten Vollmonds – dem „Blue Moon“ im August. Der diesjährige September-Vollmond wird auch Erntemond genannt. Der Erntemond ist laut Star Walk der Vollmond, der am nächsten an der Herbst-Tagundnachtgleiche ist. Die findet dieses Jahr am 23. September statt und markiert den astronomischen Herbstanfang für die Nordhalbkugel.

Am 9. September erreichen die September-Epsilon-Perseiden ihren Höhepunkt, berichtet ARD alpha. In der Nacht vom 9. auf den 10. September sind ab ein Uhr morgens Sternschnuppen zu sehen. Allerdings lange nicht so viele wie bei den Perseiden im August.

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