Großdemo

Fast 20.000 gehen in Heidelberg gegen rechts auf die Straße

  • VonStefan Winterbauer
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Heidelberg – Bei der Großdemo machen am Samstag fast 20.000 Heidelberger und Menschen aus der Region mobil gegen Rechts und vor allem die AfD. Bei strahlendem Sonnenschein bleibt alles friedlich.

Los ging es gegen 15 Uhr rund um die Stadtbücherei, wo sich der Demo-Zug aus tausenden Menschen aufstellte. Aufgerufen hatte das Bündnis „KEIN SCHRITT NACH RECHTS“ unter dem Motto „Nie wieder ist jetzt“. Das Motto fand sich auch auf vielen der unzähligen selbst gebastelten Schilder und Plakaten. Dem Bündnis haben sich über 80 Gruppen, darunter Initiativen, Vereine, Parteien sowie Kulturschaffende, Bürgerinnen und Bürger der Stadt angeschlossen.

Kunterbunte Mischung der Generationen

Viele strömten mit Straßenbahnen zur Demo, Alt und Jung, es war eine kunterbunte Mischung der Generationen. Stark vertreten war auch die ursprünglich in Freiburg gegründete Bürger-Initiative „Omas gegen Rechts“. Awareness-Teams klärten die Demonstranten auf, dass keine „beleidigenden Worte oder Gesten“ benutzt werden sollten. „Nazis raus!“ zu rufen, sei aber „selbstverständlich OK“. Der Demo-Zug war mehrere Kilometer lang. Zeitweise musste der Nahverkehr im Stadtgebiet eingestellt werden.

Zu Beginn wurde eine Schweigeminute für die Opfer des Anschlags von Hanau abgehalten. Der Zug bewegte sich dann von der Bücherei durch die Hauptstraße zum Uniplatz für eine Abschluss-Kundgebung. An der Kundgebung nahmen laut Polizei rund 5.000 Personen teil.

Viele tausend Demonstranten in Städten Baden-Württembergs

Bereits in den vergangenen Tagen war es in ganz Deutschland zu Demos gegen rechts gekommen – häufig mit deutlich mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmern als erwartet. Auch in anderen Städten Baden-Württembergs demonstrierten am Samstag tausende Bürger gegen Rechts. In Karlsruhe versammelten sich nach Schätzungen 20.000 Menschen. In Ulm wurden zwischen 8.000 und 10.000 Menschen gezählt. In Freiburg demonstrierten 5.000, in Offenburg kamen ebenfalls rund 3.000 Personen zusammen und auch in Stuttgart gingen Tausende gegen rechts auf die Straße. (swi)

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