Empfingen bei Freudenstadt

Königspythons an Badesee bei Freudenstadt gefunden: Was das für Besucher bedeutet

Elf Königspythons sind an einem See in Baden-Württemberg gefunden worden – zwei davon tot.
+
Elf Königspythons sind an einem See in Baden-Württemberg gefunden worden – zwei davon tot.
  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
    schließen

An dem Tälesee im Kreis Freudenstadt sind insgesamt zwölf Königspythons gefunden worden – zwei davon tot. Es könnten sich noch weitere Tiere am See befinden.

Insgesamt zwölf Königspythons wurden innerhalb weniger Tage an einem See in Baden-Württemberg gefunden. Neun der Schlangen sind am Sonntag und Montag am Tälesee in Empfingen (Kreis Freudenstadt) entdeckt worden. Zwei davon waren bereits tot. Am Dienstag meldet die Gemeinde Empfingen, dass noch zwei weitere Königspythons am Tälesee gefunden worden sind.

Wie die Polizei Horb gegenüber echo24.de erklärt, ist am Mittwoch eine weitere Königspython am See von einem Rasenmäher erfasst worden – das Tier überlebte nicht. Die Tiere wurden vermutlich ausgesetzt, sie gehören nicht zu den in Baden-Württemberg heimischen Schlangen. Am See ist eine Box gefunden worden, die nun auf Fingerabdrücke untersucht wird.

Zwölf Königspythons an See gefunden: Polizei ermittelt wegen Tierquälerei

Die neun lebenden Königspythons konnten eingefangen werden und wurden an ehrenamtliche Mitarbeiter des Tierschutzvereins Horb übergeben. In Rücksprache mit der Polizei und dem Veterinäramt des Landratsamtes Freudenstadt wurde eines der toten Tiere zur weiteren Untersuchung in ein Labor gebracht. Die Polizei ermittel wegen Tierquälerei und weiteren Delikten. 

Wie die Polizei Horb gegenüber echo24.de erklärt, konnte bislang noch kein Täter festgestellt werden. Laut Tierschützern soll es in der Region mehrere Personen geben, die Schlangen halten – eine davon sogar 20 Stück.

Gemeinde Empfingen informiert Badegäste – Königspythons gelten als „friedlich und ruhig“

Obwohl inzwischen insgesamt zwölf der Würgeschlangen an dem See gefunden worden sind, kann laut der Gemeinde Empfingen „eine Gefahr für Badegäste und Besucher des Tälesee weiterhin ausgeschlossen werden, weshalb auch keine Sperrung des Sees erfolgt ist. Warnhinweisschilder für Besucher wurden entsprechend vom Baubetriebsamt um den See herum platziert.“

Prinzipiell sind die Schlangen für Menschen harmlos, dürften aber dennoch bei einigen für einen riesigen Schreck sorgen. Dabei sind ganz andere Tiere in Baden-Württemberg viel gefährlicher.

Die Königspython gilt generell als „friedlich und ruhig“, erklärt das Magazin „zooplus“. Dennoch gehört die Riesenschlange in erfahrene Hände – ein möglicher Grund, weshalb die Tiere ausgesetzt worden sind. Die Pythons können bis zu 1,5 Meter lang werden.

Polizei bittet um Hinweise: Hohe Strafen drohen wegen Tierquälerei

Das Aussetzen der Schlangen ist eine Straftat und Tierquälerei, da die Schlangen auf tote Tiere als Mahlzeit angewiesen sind – bevorzugt fressen sie Mäuse und Ratten. Wer Tiere aussetzt, kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren bestraft werden, erklärt die Tierschutzorganisation „PETA“. Geldstrafen können bis zu 25.000 Euro betragen.

Die Gemeinde bittet Bürger um Hilfe: Bei einer Sichtung von weiteren Schlangen sollen umgehend die Mitarbeiterin des Tierschutzverein Horb kontaktiert werden unter der Telefonnummer: 0151 56268 777. Die Polizei Horb bittet um Hinweise zum Tierquäler unter der Telefonnummer 07451 960.

Mehr zum Thema