Stuttgart und Heilbronn betroffen

Post-Streik auch am Freitag: Verdi verschärft Maßnahmen im Südwesten

  • Dominik Jahn
    VonDominik Jahn
    schließen

Der Streik bei der Post wird ab Freitag noch ausgeweitet. Stuttgart und Heilbronn sind von den Maßnahmen betroffen. Verdi will damit den Druck erhöhen.

Nachdem bei der Post in den vergangenen Tagen bereits Warnstreiks stattgefunden haben, wie echo24.de ausführlich berichtet hat, geht die Gewerkschaft Verdi jetzt noch einen Schritt weiter und verschärft die Situation. Der Streik soll noch größer angelegt werden.

Wie die Gewerkschaft am Freitagmorgen in einer Pressemitteilung schreibt, hat man zu einer Ausweitung der Warnstreiks in Brief- und Paketzentren aufgerufen.

Post-Streik in Baden-Württemberg: Betroffene Regionen im Überblick

Betroffen von den massiven Streiks sind inzwischen laut Meldung bereits zehn Regionen in Baden-Württemberg. Schon am Donnerstag waren im Südwesten Postdienste bestreikt worden. Überblick zu den Regionen:

  • Stuttgart
  • Mannheim
  • Karlsruhe
  • Heilbronn
  • Ludwigsburg
  • Pforzheim
  • Rhein-Neckar
  • Südbaden (unter anderem: Freiburg, Offenburg, Emmendingen, Bad Säckingen)
  • Oberschwaben
  • Ostalb

Des Weiteren sind die Briefverteilzentren in Weingarten und Neu-Ulm/Ulm und das Paketverteilzentrum Günzburg von den Streiks bei der Post betroffen. Nach Gewerkschaftsangaben vom Vormittag beteiligten sich im Südwesten rund 3.000 Beschäftigte am Warnstreik. Er gehe davon aus, dass die Zahl im Laufe des Tages weiter steigen werde, sagte Andreas Henze, Verdi Landesfachbereichsleiter für Postdienste, Speditionen und Logistik.

Gewerkschaft Verdi will Druck auf Post-Verantwortliche erhöhen

Mit der Ausweitung des Warnstreiks will man bei Verdi den Druck auf die Verantwortlichen bei der Post weiter erhöhen. Dazu hat Henze erklärt: „Die starken Warnstreiks sind ein klares Zeichen der Beschäftigten an ihren Arbeitgeber. Sowohl beim Auftakt letzte Woche als auch jetzt in der zweiten Streikrunde ist die Beteiligung beeindruckend und geht weit über unsere Erwartungen hinaus.“

Die Gewerkschaft verlangt 15 Prozent mehr Geld bei einer Vertragslaufzeit von einem Jahr. Das Unternehmen lehnt das ab und argumentiert, dass Lohnsteigerungen nicht durch Preiserhöhungen weitergegeben werden könnten, weil der Postmarkt in Deutschland reguliert sei. Die Verhandlungen gehen am 8. und 9. Februar weiter.

Rubriklistenbild: © Moritz Frankenberg/dpa/Archivbild