Region Heilbronn
Weitere Proteste in der Region: Demo „gegen Rechts“ am Dienstag in Neckarsulm
VonMichaela Ebertschließen
Hunderttausende sind in den vergangenen Tagen bereits bundesweit auf die Straße gegangen. Und auch am Wochenende sind es wieder zahlreiche. Wo finden die größten Veranstaltungen in der Region Heilbronn statt?
- Tausende Menschen gingen bei Demonstrationen gegen Rechtsextremismus in der vergangenen Tagen bereits auf die Straßen, auch in Heilbronn.
- In ganz Baden-Württemberg wird am Wochenende weiterhin demonstriert.
- Dutzende Veranstaltungen sollen landesweit angemeldet worden sein.
- Auch in der Region finden Kundgebungen statt: So zum Beispiel in Eppingen, Öhringen und Neckarsulm.
Hunderttausende haben bereits in den vergangenen Tagen demonstriert – zahlreiche werden es auch an diesem Wochenende wieder sein. Bei den Kundgebungen und Demonstrationszügen gegen rechts werden am Wochenende im ganzen Land erneut Tausende Teilnehmer erwartet.
Auch in der Region Heilbronn wird am Samstag demonstriert. Insgesamt sollen laut der „Deutschen Presse-Agentur“ mindestens ein Dutzend Demonstrationen in ganz Baden-Württemberg stattfinden, darunter auch in Eppingen, Öhringen und Neckarsulm, wie die „Heilbronner Stimme“ bereits berichtet.
Weitere Proteste in der Region: Demo gegen Rechtsextremismus am Dienstag in Neckarsulm
Update, 10:32 Uhr: Auch am Sonntag wird in Baden-Württemberg weiter demonstriert. Unweit von Heilbronn, in Ludwigsburg, soll ab 15 Uhr eine weitere Protestaktion gegen Rechtsextremismus und für die Demokratie stattfinden.
„Gemeinsam gegen Rechts“ – Bilder zeigen Ausmaß der Demo in Heilbronn




In der Region selbst ist am Dienstagabend die nächste Veranstaltung angesetzt. So soll am 30. Januar auf dem Marktplatz in Neckarsulm ein Zeichen gegen Rechtsextremismus gesetzt werden. Die Kundgebung beginnt dort um 19:30 Uhr.
Demos „gegen Rechts“ am Samstag: Wieder Tausende Menschen in Stuttgart und Mannheim
Update, 28. Januar, 10:12 Uhr: Rund 2.000 Menschen hatten sich bereits am Samstag auf dem Marktplatz in Öhringen eingefunden, um gegen Rechtsextremismus und für die Demokratie zu demonstrieren. Auch in anderen Städten im gesamten Bundesland waren es wieder zahlreiche Kundgebungen.
Die größten Demonstrationen gab es am Samstag in Stuttgart und Mannheim. In der Quadratestadt gab es zwischenzeitlich für den öffentlichen Nahverkehr kein Durchkommen, wie Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV) via X (ehemals Twitter) mitteilte.
+++Umleitung wegen Kundgebung und Demonstrationszug MA+++
— rnv (@rnvGmbH) January 26, 2024
Am Samstag, 27. Januar, ab ca. 15:30 Uhr bis ca. 20 Uhr finden in der Mannheimer Innenstadt eine Kundgebung und ein Demonstrationszug statt. Dies wirkt sich auf den Betrieb der Busse und Bahnen aus https://t.co/IxHN7FfYUu
In Stuttgart sollen es erneut Tausende Teilnehmer gewesen sein, die sich auf dem Schlossplatz trafen. In der Landeshauptstadt war dies mittlerweile die dritte Großveranstaltung zu diesem Anlass. Die Teilnehmer-Marke von 20.000, wie sie am vergangenen Samstag erreicht wurde, konnte jedoch an diesem Wochenende nicht geknackt werden.
Auseinandersetzung zwischen AfD-Politikern und Demonstranten bei Demo in Öhringen
Update, 18:06 Uhr: Rund 2.000 Menschen sind am Nachmittag in Öhringen zu einer Protestaktion gegen Rechtsextremismus und für die Demokratie zusammengekommen. Auch Mitglieder des AfD-Ortsverbandes hatten teilgenommen, was für eine Auseinandersetzung sorgte. echo24.de berichtet über den Grund der Streitigkeiten.
Update, 15:51 Uhr: Den Auftakt zum Protest-Wochenende gegen Rechtsextremismus machte im Landkreis Hohenlohe die Stadt Öhringen. Hier versammelten sich zahlreiche Menschen auf dem Marktplatz. Auch aus den umliegenden Städten und Gemeinden waren viele gekommen, um am Jahrestag der Befreiung von Ausschwitz Flagge für Demokratie zu zeigen .
Weitere Proteste in Baden-Württemberg geplant: Veranstalter rechnen mit besonders hoher Teilnehmerzahl
Erstmeldung, 27. Januar: Mit den größten Veranstaltungen wird am Samstag in Stuttgart und Mannheim gerechnet, auch in Tübingen und Singen dürften nach den Erfahrungen früherer Kundgebungen mehrere Tausend Menschen zusammenkommen. Nach den großen Protestmassen der vergangenen Tage und vor allem am letzten Wochenende gehen die Veranstalter davon aus, dass die Teilnehmerzahl „um ein Vielfaches höher sein wird“, wie es in Mannheim hieß.
Bilder zeigen erneut Tausende bei Demo gegen rechts in Stuttgart am Sonntag




Zudem soll es unter anderem in Ravensburg, Biberach und Sigmaringen, in Rastatt, Bruchsal und Schwäbisch Gmünd Kundgebungen geben. Für Sonntag sind Proteste in Ludwigsburg und Esslingen sowie in Leonberg angekündigt.
In Sigmaringen soll auch der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Samstag an einem Demonstrationszug teilgenommen haben. In einer Rede beim Neujahrsempfang der Landesregierung lobte er am Freitagabend das Engagement der demonstrierenden Menschen: „Die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes haben ein starkes Signal gesetzt“, sagte der Regierungschef. „Für dieses Aufstehen und Einstehen für unsere Demokratie möchte ich den Menschen in diesem Land aus ganzem Herzen danken.“
Bundesweite Proteste „gegen rechts“ nach Enthüllungen von Correctiv-Recherche
Auslöser für die bundesweiten Proteste sind die Enthüllungen des Recherchezentrums Correctiv über ein Treffen von radikalen Rechten am 25. November, an dem AfD-Politiker sowie einzelne Mitglieder der CDU und der sehr konservativen Werteunion in Potsdam teilgenommen hatten. Der frühere Kopf der rechtsextremen Identitären Bewegung in Österreich, Martin Sellner, hatte dort nach eigenen Angaben über «Remigration» gesprochen. Wenn Rechtsextremisten den Begriff verwenden, meinen sie in der Regel, dass eine große Zahl von Menschen ausländischer Herkunft das Land verlassen soll - auch unter Zwang.
Daraufhin hatten am vergangenen Wochenende im Südwesten nach Zählungen von Polizei und Veranstaltern mindestens 110.000 Menschen gegen Rechtsextremismus und für die Demokratie demonstriert. Am vergangenen Mittwochabend versammelten sich in Konstanz nach Angaben der Polizei rund 14.000 Menschen und protestierten gegen Rechtsextremismus.
Rubriklistenbild: © Richard Stirner

