Gut für Verbraucher
Kaum Hoffnung auf Schnee und Kälte? Experten erwarten milden Winter 2022/23
VonLisa Kleinschließen
Angesichts der Energiekrise ist es eine positive Nachricht für Verbraucher: Der Deutsche Wetterdienst erwartet eher milde Temperaturen in diesem Winter.
Alle Winter-Fans, Schneeliebhaber und Kälte-Freaks müssen jetzt ganz stark sein: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet einen eher milden Winter in Deutschland. Die drei Monate Dezember, Januar und Februar könnten laut Modellrechnungen eine Mitteltemperatur von mindestens 2 Grad erreichen, erklärte der DWD am Donnerstag in Offenbach. Das vieljährige Mittel der Referenzperiode von 1991 bis 2020 lag im Winter mit 1,4 Grad darunter. Der kommende Winter würde demnach laut DWD zu den mildesten Wintern in dem Zeitraum gehören, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet.
Der ein oder andere wird vielleicht damit schon gerechnet haben – schließlich packte der Oktober gegen Ende des Monats noch mal Temperaturen von über 25 Grad aus. Und auch Mitte November steht erneut ein Wärmeberg bevor – ein Ex-Hurrikan bringt Wärme statt Frost. Immerhin sollen die Temperaturen Ende November etwas winterlicher werden, Experten erwarten einen Kälte-Knall.
Winter-Wetter in Deutschland: DWD erwartet eher milde Temperaturen – gut für Verbraucher
Angesichts der Energiekrise vielleicht gar nicht so übel – so kann immerhin sparsam geheizt werden. „Die Winterprognose des Deutschen Wetterdienstes ist für alle Energieverbraucher eine gute Nachricht“, erklärte DWD-Vorstand Klima und Umwelt Tobias Fuchs. Auch Modelle anderer nationaler Wetterdienste wie des britischen Met Office oder von Meteo France gingen von einem etwas zu milden Winter in Deutschland aus.
Der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, erklärte, ein vergleichsweise milder Winter könne helfen, die notwendigen Einsparungen von mindestens 20 Prozent beim Gasverbrauch auch in den kommenden Monaten durchzuhalten. Es gebe zwar dank voller Gasspeicher eine gute Ausgangslage. Doch schon ein paar kalte Tage könnten ausreichen, dass der Verbrauch steige und die Speicher sich schnell leerten. Auch bei milderen Temperaturen sei Sparsamkeit das Gebot der Stunde.
Allerdings ist nicht jegliche Hoffnung auf Schnee und Kälte verloren: An einzelnen Tagen oder Wochen könne es dennoch deutlich kälter als im vieljährigen Mittel werden, teilte der DWD mit. Rumreißen könnte diese Winterprognose wohl nur noch ein Polarwirbelsplit. Übrigens: Die ersten Meteorologen wagen bereits Prognosen, ob es in diesem Jahr weiße Weihnachten geben wird.
Rubriklistenbild: © Hinrich Bäsemann/dpa
