STR Airport
Flughafen Stuttgart: Geschichte, Infos, Zahlen und Fakten zum STR Airport
VonDominik Jahnschließen
Der Flughafen Stuttgart ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für Baden-Württemberg. Zuletzt sind 120 Ziele angesteuert worden – von 45 Airlines.
- Der Flughafen Stuttgart erzielt 2019 mit über 12 Millionen Passagieren ein Rekordjahr – während der Pandemie kommt es zum Einbruch. 2024 zählt der STR Airport 9,1 Milllionen Passagiere.
- 2024 werden insgesamt 120 Flugziele angeboten und von 45 Airlines bedient.
- Am Stuttgarter Flughafen gibt es insgesamt vier Terminals mit 70 Gates.
Alle Infos zum Flughafen Stuttgart – Geschichte, Zahlen und Fakten
Der Flughafen Stuttgart zählt zu den sechs größten Airports in Deutschland. 2019 starteten und landeten hier insgesamt 12.721.441 Passagiere. Der Umsatz stieg auf 300,1 Millionen Euro. Damit wurde ein neuer Höchstwert in der Unternehmensgeschichte (2018: 286,1 Millionen) erreicht.
Während der Corona-Pandemie gab es jedoch einen Dämpfer, der Flugbetrieb stand still. 2022 lag die Zahl der Fluggäste bei sieben Millionen – 2024 wieder bei 9,1 Millionen. Während 2022 insgesamt 113 Flugziele von 39 Airlines angesteuert worden sind, waren es 2024 insgesamt 120 Ziele von 45 Airlines.
Die Start- und Landebahn ist insgesamt 3345 Meter lang und 45 Meter lang, es gibt zwei parallele Rollbahnen. 49 Flugzeuge könenn abgestellt werden. Der Stuttgarter Flughafen hat insgesamt vier Terminals mit 70 Gates. Das gesamte Flughafengelände ist rund 400 Hektar groß, davon sind rund 190 Hektar Grünfläche. Über 300 Unternehmen und Behörden sind am Flughafen Stuttgart angesiedelt.
| Flughafen | Stuttgart |
| Flughafencode | STR |
| Flugziele | 120 (2024) |
| Airlines | 45 (2024) |
| Terminals | 4 |
| Gates | 70 |
Insgesamt sorgen 77 Shops, Gastronomieeinheiten und Servicepunkte – vor und nach der Sicherheitskontrolle – für ein vielseitiges Angebot am Flughafen. Die Fläche der Shops beläuft sich auf 6000 Quadratmeter – die der Gastronomie auf rund 3000 Quadratmeter. Am Flughafen Stuttgart sind in unterschiedlichen Unternehmen auf dem Gelände insgesamt 9500 Menschen beschäftigt, direkt bei der Flughafen Stuttgart GmbH arbeiten knapp 1200 Menschen.
Die Geschichte des Flughafens in Stuttgart
Die Erfolgsgeschichte des Flughafen Stuttgart startet im Jahr 1924. Am 15. November wurde die Luftverkehr Württemberg AG (Luwag) gegründet. Es war der Ursprung des heutigen Flughafenbetreibers am aktuellen Standort der Flughafen Stuttgart GmbH.
Das erste Linienflugzeug landete dann 1925 auf dem neuen Flughafen Stuttgart-Böblingen – eine Dornier Merkur. Bereits in den 1930er Jahren kam es zu einer Steigerung des Flugverkehrs. Es wurden Pläne entwickelt, den Flughafen näher an Stuttgart heranzubringen. Bevor es zur Umsetzung der Überlegungen kam, wurde zunächst 1936 aus der Luwag die Flughafen Württemberg AG.
Ein Jahr später ging es los. 1937 wurde der Grundstein für den Flughafen Stuttgart auf den Fildern gelegt. Bevor alles fertig war landet bereits das erste Flugzeug - eine Messerschmitt M 108 „Taifun". Gebremst wurde die Erfolgsgeschichte dann 1939 vom Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Stuttgart wird zum Fliegerhorst. Mit Ende des Krieges besetzten erst französische, dann amerikanische Truppen den Flughafen.
Erst 1948 geht es auf dem Flughafen Stuttgart weiter mit der zivilen Luftfahrt. Zu Beginn mit einer DC-3 der Pan American World Airways. Es folgt 1949 ein weiterer Wandel von der Flughafen Württemberg AG hin zur Flughafen Württemberg GmbH. Gesellschafter sind nun Stadt und Land.
Erst 1955 nimmt die Lufthansa in Stuttgart den Flugbetrieb auf und die Flughafengesellschaft wird 1957 in Flughafen Stuttgart GmbH umbenannt.
Ein nächster Meilenstein ist die Landung der ersten Düsenmaschine – die Caravelle der Air France – in Stuttgart 1958. Zwei Jahre nach Baubeginn wird dann 1961 die verlängerte Startbahn (2.250 Meter) eröffnet. Erstmals landet dort eine Boeing 707 der Lufthansa.
In den 1970er-Jahren geht der Flughafen Stuttgart als Vorbild voran. Erstmals in der Bundesrepublik Deutschland wird eine lärmabhängige Start- und Landeentgelte eingeführt. Die Fluggesellschaften sollen dadurch angehalten werden, möglichst leise Maschinen zu verwenden. Außerdem landet 1972 die erste DC 10-10 der Turkish Airlines in Stuttgart.
Neben Lufthansa nimmt 1986 auch Delta den Flugbetrieb ab Stuttgart auf. Eine Lockheed L-1011 TriStar fliegt über Amsterdam nach Atlanta. Ein ganz besonderer Passagier machte 1987 für zehn Minuten Halt am Flughafen Stuttgart: Papst Johannes Paul XXIII landet und muss umsteigen. Ein Groß-Projekt wurde 1991 fertig. Nach fünfjähriger Bauzeit wurde das neue Terminal 1 in Betrieb genommen - ein wirklich ausgezeichnetes Projekt. Das ausführende Architekturbüro, das die Fluggasthalle entworfen hat, erhält dafür den Deutschen Stahlbaupreis.
Ein weiterer Höhepunkt in der Geschichte des Flughafen Stuttgart kam 1994. Die Olympische Flamme machte auf dem Weg nach Norwegen Station in der Landeshauptstadt. 1996 wurde dann das nächste große Bauprojekt abgeschlossen. Die neue 3.345 Meter verlängerte Start- und Landebahn wird in Betrieb genommen. In der Folge können am Flughafen Stuttgart auch größere und schwerere Maschinen starten und landen.
Enormer Wandel am Flughafen Stuttgart in der 2000er Jahren
In den 2000er-Jahren vollzieht der Flughafen Stuttgart einen enormen Wandel. Los geht es im Jahr 2000. Die ehemalige Lufthansa-Halle wird zum Terminal 4 umgebaut. Bereits 2004 kann dann das neue Terminal 3 eröffnet werden. Wie in Terminal 1 prägen die Stahlbäume den Charakter der Halle. Die Landesmesse, das Bosch-Parkhaus und das Mövenpick Hotel Stuttgart Airport werden 2007 eröffnet. Seit 2009 produziert eine Solaranlage auf dem Dach des Parkhauses rund 1,2 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr.
Und es geht weiter mit dem Wandel am Flughafen Stuttgart. 2009 kommt das neue Tanklager im Osten des Vorfelds. Drei über 13 Meter hohe Tanks können insgesamt satte 4.500 m³ des Treibstoffes fassen – und damit 2,5 Mal so viel das alte Depot im Westen des Flughafens. Mit Spannung wurde die erste Landung eines Airbus A380 der Lufthansa im Juni 2010 erwartet. Rund 12.000 Zuschauer waren dabei.
Am 15. Juli 2014 bekommt der Flughafen Stuttgart einen Namenszusatz: Manfred Rommel Flughafen. Der ehemalige Stuttgarter Oberbürgermeister Manfred Rommel (*1928 bis †2013) wird für sein Wirken als langjähriger Aufsichtsratsvorsitzender gewürdigt.
Neue Gebäude gibt es wieder im Jahr 2016. Das Bürogebäude SkyLoop wird dem Hauptmieter EY (Ernst & Young GmbH) übergeben und der Unternehmenssitz der Flughafen Stuttgart GmbH zieht in das neu errichtete Gebäude SkyPort. Außerdem wird am 11. April das Stuttgart Airport Busterminal (SAB) in Betrieb genommen.
Einen neuen Rekord stellte der Flughafen Stuttgart dann im Jahr 2018 auf. Zum ersten Mal starteten und landeten mehr als elf Millionen Passagiere in nur einem Jahr am baden-württembergischen Landesflughafen.
Verkehrsanbindung zum Flughafen Stuttgart – mit Bus und Bahn zum Airport STR
Der Flughafen Stuttgart ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. S-Bahnen und Busse bringen die Reisenden bequem zum Zielort. Auch an die Autobahnen ist der Flughafen gut angebunden.
- S-Bahn-Anschluss in Terminal 1 und 3 – von dort in 27 Minuten zum Stuttgarter Hauptbahnhof
- Zahlreiche Linienbusse ins Umland sowie Fernbusse ab dem Stuttgart Airport Busterminal (SAB)
- Direkte Anbindung an die Autobahn A 8 und die Bundesstraße B 27
Anfahrtsbeschreibung für den Flughafen Stuttgart – Adresse für Navigationsysteme
Zu erreichen ist der Flughafen über die Ausfahrten an der A8 oder der B27. Wichtig: Der Beschilderung Ankunft oder Abflug folgen. Es finden sich zahlreiche Parkplätze und Parkhäuser auf dem Gelände. Diese sind kostenpflichtig. Adresse für Navigationssysteme: Flughafenstrasse 32, 70629 Stuttgart.
Für die Zufahrt zu den Terminals auf der Abflugebene gibt es ab Frühjahr 2020 eine neue Regelung. Nach der Durchfahrt durch die Schranke können Autofahrer ach Minuten gratis dort halten. Die nächsten 5 Minuten kosten fünf Euro, für jede weiteren fünf Minuten sind es drei Euro.







