Neue Scanner
Änderung am Stuttgarter Flughafen: Das dürfen Passagiere künftig im Handgepäck lassen
VonLisa Kleinschließen
Am Flughafen Stuttgart gibt es künftig eine Änderung für Passagiere: Bestimmte Gegenstände müssen dank neuer Scanner an der Sicherheitskontrolle nicht mehr ausgepackt werden.
Wer mit Handgepäck in den Urlaub fliegt, kennt es: Bevor das Gepäckstück gescannt wird, geht es ans auspacken. Bei der Sicherheitskontrolle dürfen bestimmte Dinge nicht in Taschen, Koffer und Co. bleiben. Elektronische Geräte sowie Flüssigkeiten müssen vorab ausgepackt und in eine Plastikschale gelegt werden, bevor sie durch den Scanner fahren. Sie rollen dann separat durch den Scanner. Danach geht es für Passagiere erneut ans Packen, die Sachen – sofern sie mit an Board dürfen – müssen wieder verstaut werden. Doch damit ist am Flughafen Stuttgart Schluss.
Neue Scanner am Flughafen Stuttgart: Diese Dinge können Passagiere künftig im Handgepäck lassen
Denn am Flughafen Stuttgart gibt es neue Scanner, die das Leben der Passagiere deutlich leichter machen – und die Kontrollen schneller. Die Bundespolizei Stuttgart erklärt auf echo24.de-Nachfrage: „In den bislang weltweit genutzten Gepäckprüfanlagen werden ein oder mehrere feste Röntgenstrahler eingesetzt und erzeugen ein oder mehrere Röntgenbilder. Im CT-Röntgengerät dreht sich der Röntgenstrahler um das Gepäck, wie bei der aus der Medizin bekannten Computertomographie (CT). So werden dreidimensionale Bilder des Gepäckstücks erzeugt“.
Die Geräte können so Flüssigkeiten, Gele, Aerosole sowie größere elektrisch betriebene Geräte im Gepäckstück durchleuchten und auf verbotene Substanzen prüfen. Damit können „in den Kontrollspuren mit CT-basierten Gepäckprüfanlagen größere elektrisch betriebene Geräte wie Laptops, Spielekonsolen, Tablets und Lautsprecher für die Kontrolle im Handgepäck“ gelassen werden.
Doch es gibt weiterhin ein paar Ausnahmen: Überlange Gegenstände wie Gehhilfen oder Musikinstrumente und sensible Fotoausrüstung müssen weiterhin separat kontrolliert werden, erklärt die Bundespolizei. Und weist ausdrücklich darauf hin, dass die geltende Flüssigkeitsbeschränkung dennoch weiterhin gilt.
Sicherheitskontrolle am Flughafen Stuttgart soll schneller und unkomplizierter werden
Die Bundespolizei Stuttgart erklärt außerdem: „Gegenwärtig kommen am Flughafen Stuttgart zwei CT-basierte Gepäckprüfanlagen zum Einsatz. Dort werden im laufenden Jahr 2024 drei weitere CT-Gepäckprüfanlagen installiert. Die Luftsicherheitskontrollstelle im Terminal 1 ist dann bereits vollständig mit CT-basierten Gepäckprüfanlagen ausgestattet.“
Weiter heißt es: „Mittelfristig sollen weitere Kontrollstellen und langfristig alle Luftsicherheitskontrollspuren der Bundespolizei umgestellt werden“. Heißt: Noch haben nicht alle Fluggäste den Luxus, den Inhalt ihres Handgepäcks nicht auspacken zu müssen. Doch nach und nach sollen die neuen „CT-basierten“ Scanner das an allen Terminals ermöglichen.
Eine Stuttgarter Flughafensprecherin erklärt außerdem gegenüber echo24.de: „Genau wie die Fluggäste möchten wir als Flughafenbetreiber, dass die Sicherheitskontrolle für die Fluggäste so zügig und reibungslos wie möglich absolviert werden kann. Die angekündigten neuen CT-Scanner sollen mittelfristig an allen Flughäfen in Deutschland zum Einsatz kommen.“
Rubriklistenbild: © IMAGO/Christopher Neundorf

