Wetter 2022
Wetter sorgt für Rekordjahr – warme Aussichten für Januar
VonTobias Beckerschließen
Die Rekorde beim Wetter purzeln in diesem Jahr bis zum Ende. Nun ist 2022 auf dem besten Weg, das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen zu werden. Der Januar setzt noch eins drauf.
Dieser Wetterrekord hat sich das ganze Jahr über angekündigt: Das Jahr 2022 wird wohl das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnung werden! Fast jeder Monat war im Vergleich zum langjährigen Klimamittel deutlich wärmer – dass das Jahr im Gesamten dann ebenfalls zu warm wird, ist die logische Konsequenz. 2022, das Wetter-Rekordjahr!
Wetter in Deutschland auf Rekordkurs: Wärmstes Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen
„Die mittlere Temperatur in Deutschland liegt aktuell bei 10,58 Grad“, so „wetter.net“-Meteorologe Dominik Jung. Da die Temperaturen aber noch hoch bleiben, wird es am Ende des Jahres wohl auf 10,6 Grad hinauslaufen. Es ist ein Allzeit-Temperaturrekord. Etwas historisch, denn das hat es seit Beginn der Wetteraufzeichnungen nicht gegeben. Also immerhin seit 1881 nicht. „wetterprognose-wettervorhersage.de“ hat die bisherigen Top 5 der wärmsten Jahre wie folgt aufgelistet:
| Jahr | Temperatur |
|---|---|
| 2018 | 10,45 Grad |
| 2020 | 10,40 Grad |
| 2014 | 10,35 Grad |
| 2019 | 10,32 Grad |
| 2015 | 9,95 Grad |
Schon im Sommer sorgte die Dürre für einen traurigen Rekord, nun folgt der Allzeitrekord. Doch es bleibt nicht der einzige Rekord, den die letzten Tage des Jahres 2022 beim Wetter bereithalten. An Silvester können gleich mehrere Temperaturrekorde geknackt werden, da sind sich Experten sicher. Das bedeutet aber nicht, dass der Jahreswechsel nur angenehm warm wird.
Wetteraussicht: Januar noch wärmer, Silvester ungemütlich
Denn zum einen rechnen viele Menschen im Winter eher mit niedrigen Temperaturen und haben sich bereits auf die mal angekündigte Polarkälte nach Weihnachten gefreut. Zum anderen drohen Regen und heftiger Sturm an Silvester und Neujahr. In Baden-Württemberg und Deutschland werden derzeit Sturmböen mit 100 bis 120 Kilometern pro Stunde berechnet, in Europa wird es sogar noch schlimmer.
So soll auf den britischen Inseln regional sogar orkanartiges Sturmwetter drin sein. Die Geschwindigkeit dort: Bis zu 150 Kilometer pro Stunde. Und noch eine traurige Nachricht für alle Winterfans haben Experten im Gepäck: NOAA, der amerikanische Wetterdienst, hat die Prognose für den Januar 2023 angepasst: Da soll es nun sogar drei Grad zu warm werden.
Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild
