Winterwetter

Kältewelle zum zweiten Advent? Wetter-Experte mit ernüchternder Schnee-Prognose

  • Michaela Ebert
    VonMichaela Ebert
    schließen

Wann kommt das Winterwetter nach Süddeutschland? Frühere Prognosen sagten die Kältewelle für Ende November voraus. Doch nun gibt es neue Vorhersagen – erneut.

Weihnachtszeit heißt Winterzeit? Während am vergangenen Wochenende (26. und 27. November) das erste Lichtlein auf dem Adventskranz angezündet wurde und vielerorts die Weihnachtsmärkte, auch rund um Heilbronn, eröffneten, fehlte nur eins, um die besinnliche Weihnachtzeit einzuläuten: das verschneite Winterwetter.

Adventszauber in der Region: So schön sind die Weihnachtsmärkte rund um Heilbronn

Der altdeutsche Weihnachtsmarkt von Bad Wimpfen ist ein Klassiker und Renner in der Region.
Ums Stromsparen geht es den 120 Budenbetreibern auch in Krisenzeiten nicht. Lichterketten an altem Fachwerk, an den Brunnen und Plätzen in der mittelalterlich malerischen Altstadt, ziehen jedes Jahr tausende Besucher an drei langen Wochenenden in die ehemalige Kaiserpfalz.
 In den verwinkelten Gassen mit Kopfsteinpflaster wird seit dem 15. Jahrhundert Markt abgehalten. Noch heute stellen Anwohner Kerzen vor ihre Türen und ins Fenster, um Besucher in der denkmalgeschützten Altstadt zum Weihnachtsmarkt willkommen zu heissen.
Die Gassen der weihnachtlich geschmückten Altstadt in Forchtenberg sind von Besuchern aus nah und fern dicht bevölkert.
Adventszauber in der Region: So schön sind die Weihnachtsmärkte rund um Heilbronn

Doch gerade von Winterwunderwelt mit Schneegestöber und Minusgraden fehlt derzeit noch jede Spur – dabei hatten vergangene Prognosen genau das für den Beginn der Adventszeit vorhergesagt. Stattdessen gab es typisches Novemberwetter zum ersten Adven.

Winterwetter? Erster Advent war eher grau und novembermäßig

Vielerorts war es nebelig, grau und mit Temperaturen um die fünf Grad. Im Südwesten, rund um Stuttgart, ließ sich die Sonne ab und zu auch mal blicken, doch das Thermometer kletterte auch hier nicht über die Zehn-Grad-Marke. Dabei steht mit dem kommenden Donnerstag (1. Dezember) schon der meteorologische Winteranfang vor der Tür.

Frühere Prognosen hatten für diesen Zeitraum auch den ersten Wintereinbruch prognostiziert: Für den Osten Deutschlands wurden bitterkalte Minusgrade vorhergesagt und auch den Südwesten sollte die von vielen erhoffte weihnachtliche Winterwelle treffen. Doch nun liefert der Deutsche Wetterdienst (DWD) neue Prognosen: Demnach hat sich die Wettervorhersage in Deutschland stark gewandelt.

Wetterprognose für die Adventszeit: Wintereinbruch lässt auf sich warten

Somit lässt Väterchen Frost auch in der kommenden Woche noch auf sich warten. Es bleibt eher novembermäßig grau und kühl, mit durchschnittlichen Temperaturen von rund fünf Grad. Im Südwesten können es – bei vereinzeltem Sonnenschein – auch mal bis zu elf Grad werden. Die graue Wolkensuppe wird jedoch, laut aktueller Prognosen, jedoch über den meisten Teilen Deutschlands hängen bleiben.

Wann kommt das Winterwetter?

Doch wie geht es danach weiter? Wann wird es in Deutschland richtig kalt? Fakt ist, auch in der Woche vom zweiten Advent können sich Winterfans noch nicht auf den erhofften Wintereinbruch freuen. Allenfalls auf den nächtlichen Straßen könnte es ein wenig frostig und glatt werden – Winterreifen sind somit trotzdem Pflicht.

Polarwirbelsplit könnte noch meterologische Überraschungen für die Adventszeit bereithalten

Bei den aktuellen Energiepreisen sollten die milden Temperaturen natürlich viele erfreuen. Immerhin macht sich Hoch Florian auch auf den Heizkostenrechnungen bezahlt. Bis zum dritten Advent zieht dieses nämlich vom Atlantik Richtung Baden-Württemberg und bringt größtenteils mildes und ruhiges, dafür aber trübes und graues Wetter mit. Mit Dauerfrost ist demnach erst einmal nicht zu rechnen, auch wenn der Polarwirbelsplit noch einige Überraschungen für die Adventszeit bereithalten könnte. Vorerst ist die Kälte aber mal wieder verschoben worden, das ist ja nichts Neues.

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld / picture alliance / dpa

Mehr zum Thema