Hilfe in schwierigen Zeiten
Baden-Württemberg: So will das Land mittelständischen Unternehmen helfen!
VonVioletta Sadrischließen
Das Land Baden-Württemberg möchte kleinen und mittelgroßen Unternehmen in der Corona-Krise helfen - alle Details.
- Bund und Länder versuchen mit Maßnahmen die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.
- Erste Lockerungen führen zum leichten Anstieg der Reproduktionszahl.
- Die Landesregierung informiert am Dienstag, 12. Mai über Corona-Hilfen für kleine und mittelgroße Unternehmen.
Coronavirus Baden-Württemberg: Land will Kleinunternehmen helfen - Details
Update vom 12. Mai 15.15 Uhr: Die Baden-Württembergische Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut erklärte in einer Pressekonferenz am Dienstag, dass die Landesregierung wegen der Corona-Krise einen Beteiligungsfonds in Höhe von einer Milliarde Euro für den Mittelstand auf den Weg bringe. Für jedes Unternehmen soll die Mindestbeteiligung 800 000 Euro hoch sein. Nach den Vorgaben der EU-Kommission soll diese bis zum 30. Juni 2021 befristet sein, berichtet die dpa.
Besonders wichtig ist diese Hilfe, da es "viele Betriebe im Land gebe, an deren Produktivität extrem viel hänge", sagte Finanzministerin Edith Sitzmann. „Wenn diese Unternehmen wegen der Corona-Krise ausfallen, stocken Lieferketten, können andere Unternehmen schwanken oder Regionen finanziell straucheln.“ Bis zum ersten Antrag werde es aber noch etwas dauern, da noch gesetzliche Maßnahmen notwendig seien.
Welche Voraussetzungen sind notwendig? Ein ausgewiesener Jahresumsatz von maximal 50 Millionen Euro oder eine Jahresbilanzsumme von 43 Millionen Euro im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr. Das Unternehmen darf höchstens 250 Mitarbeiter beschäftigen. Im Einzelfall könnte es auch Ausnahmen geben.
Coronavirus Baden-Württemberg: Maßnahmen und Lockerungen in der Corona-Krise
Erstmeldung vom 12. Mai 11.17 Uhr: Das neuartige Coronavirus hat das Leben der Menschen in Baden-Württemberg massiv eingeschränkt. Um die Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2 zu verlangsamen, haben Bund und Länder seit dem Ausbruch Maßnahmen zur Eindämmung getroffen. Seit knapp zwei Wochen werden diese Maßnahmen stufenweise gelockert, um langsam zur Normalität zurückkehren zu können.
So dürfen seit dem 4. Mai Friseure und Einzelhändler, unter strengen Hygienevorschriften, wieder öffnen. Die ersten Schüler besuchen wieder den Unterricht. Ab dem 11. Mai öffnen auch nach und nach wieder Kosmetikstudios, Freiluft-Sportanlagen, Fahrschulen und vieles mehr. Weitere Lockerungen sind auch bereits angekündigt, wie zum Beispiel die Wiedereröffnung von Außen- und Innengastronomie. Der Mindestabstand von 1,5 Metern bleibt weiterhin bestehen - hinzu kam ab dem 27. April eine Maskenpflicht.
Coronavirus Baden-Württemberg: Reproduktionszahl steigt leicht an
Mit den Lockerungen steigt aber auch eine sehr wichtige Zahl in der Corona-Krise: die Reproduktionszahl. Die soll bestenfalls unter 1 bleiben, steigt aber seit den Lockerungen und liegt am 11. Mai bei 1,21. Bund und Länder kündigten an, die Lockerungen zu beobachten und dementsprechend zu handeln - beispielsweise Lockerungen wieder aufzuheben.
Im Interview mit der Heilbronner Stimme @stimmeonline mahnt Ministerpräsident Winfried #Kretschmann weiter zur Vorsicht. Mit den weiteren #Lockerungen käme es wieder mehr auf die #Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger an.https://t.co/QRgfG3t8KU
— Landesregierung BW (@RegierungBW) May 10, 2020
Bundeskanzlerin Angela Merkel appellierte in einer kurzen Ansprache am Montag, 11. Mai an alle Bürger und Bürgerinnen sich an die Grundgebote zu halten, den Abstand einzuhalten Mundschutz zu tragen und weiterhin aufeinander Rücksicht zu nehmen.
Coronavirus: Landesregierung Baden-Württemberg informiert am Dienstag in einer Pressekonferenz
Am Dienstag, 12. Mai um 12 Uhr findet eine Pressekonferenz mit Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut, dem Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann und der Finanzministerin Edith Sitzmann statt. Das Land will einen Beteiligungsfonds auflegen, der kleinen und mittelgroßen Firmen in der Corona-Krise helfen soll. Laut dpa soll es sich dabei um eine Milliarde Euro handeln - mit 800.000 Euro möchte sich das Land an den Unternehmen beteiligen. Dies soll verhindern, dass Investmentfonds oder andere Unternehmen die Corona-Schwierigkeiten der Wirtschaft ausnutzen. Beteiligungsfonds sollen Unternehmen helfen, die schwierige Zeit zu überstehen.
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