Im Fahrzeug eingesperrt
Polizei und Tierrettung befreien bellenden und "zitternden" Hund nachts aus Auto
VonJulia Thielenschließen
Der Hund war in Heilbronn vor allem aufgefallen, weil er durch lautes Bellen auf sich aufmerksam machte.
Eigentlich kennt man diese Ereignisse (leider) aus dem Sommer. Hunde werden in überhitzten Autos zurückgelassen und müssen dann von Polizei oder Tierrettung befreit werden. Jetzt haben beide bei Kälte eingegriffen, weil ein Hund nachts in einem Auto eingesperrt war und ordentlich Lärm machte. Ob die Kälte aber wirklich zum Problem geworden wäre, ist nicht klar.
"Minus zwei Grad machen einem Hund vielleicht nicht unbedingt etwas aus", sagt Polizeisprecher Rainer Köller auf echo24.de-Anfrage. Etwa bei dieser Temperatur war der Hund demnach in der Nacht zu Mittwoch aufgefunden worden. Köller: "Die Kollegen sind eingeschritten, weil es mehrere Beschwerden wegen des Lärms gab. In Kombination mit der Kälte war das dann ausschlaggebend."
Bei Minusgraden im Auto: Tierrettung nahm "zitternden" Hund an sich
Offenbar hatte der in einem Auto in Heilbronn eingeschlossene Hund laut gebellt. Der Halter des Fahrzeugs war für die Polizei nicht erreichbar. Also wurde das Auto kurzerhand geöffnet. "Ob der Vorfall für eine Anzeige reicht", sagt Köller angesprochen auf den Tierschutz, "das wissen wir noch nicht."
Anders sieht das die Tierrettung Unterland. Die nahm den nach eigener Aussage auf Facebook "zitternden" Hund an sich und ist "stinksauer", weil das Tier bei Minusgraden zurückgelassen wurde. Warum der Halter den Hund im Auto ließ, ist bislang aber unklar.
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Rubriklistenbild: © Facebook Tierrettung Unterland


