Schon kleine Schritte können Großes bewirken
Plastikflut: Aldi verlangt Geld für Obsttüten - so reagiert Kaufland
VonDaniel Hagmannschließen
Discounter und Lebensmittel-Einzelhändler haben unterschiedliche Ideen, um Plastikmüll zu vermeiden.
Müllberge an Land, Plastikfluten im Meer - wenn die Menschheit nicht DRINGEND etwas an ihrem Konsumverhalten ändert, sieht's für die Zukunft der Erde verdammt düster aus. Das haben mittlerweile auch die großen Discounter und Lebensmittel-Einzelhändler erkannt - und einige Maßnahmen zur Müllvermeidung in die Wege geleitet.
Bei Aldi sollen die Kunden zukünftig überall in Deutschland für die kleinen Obst- und Gemüseplastiktüten jeweils einen Cent bezahlen. Im vergangenen Jahr nutzten die Aldi-Kunden mehr als drei Milliarden dieser Plastiktüten. Ob dieser Preis jedoch nennenswert den Müllbergen entgegenwirkt, darüber entbrannte in sozialen Netzwerken eine rege Diskussion.
Neckarsulm: Kaufland reagiert auf Müllflut
Und auch Kaufland ist sich seiner Umwelt-Verantwortung bewusst - und reagiert offenbar konsequenter auf die weltweite Müllflut: Um Plastikmüll zu vermeiden bietet der Lebensmittel-Einzelhändler aus Neckarsulm als Alternative zu den Knotenbeuteln in der Obst- und Gemüseabteilung mehrfach verwend- und waschbare Frischetaschen an.
"So lassen sich bis zu 700 Tonnen Einwegbeutel im Jahr einsparen", erklärt Anna Münzing von der Kaufland-Unternehmenskommunikation auf Nachfrage von echo24.de. Drei solcher Frischetaschen kosten 1,99 Euro.
Kaufland Neckarsulm: So soll Plastikmüll reduziert werden
Zudem hat Kaufland - wie auch andere Lebensmittel-Einzelhändler in der Region - weitere Strategien zur Plastikvermeidung in der Obst- und Gemüseabteilung parat: Seit Anfang März verkauft Kaufland Salatgurken ohne Folie. Dies soll jährlich 120 Tonnen Kunststoff vermeiden.
Münzing: "Bei den Bananen ersetzt eine Banderole die Plastikverpackung. Bei einem Großteil der Bio-Produkte bei Kaufland wurden die Plastikschalen durch Pappschalen mit einem Grasfaseranteil ersetzt. Weitere regionale Produkte werden dem Kunden zukünftig in Pappschalen angeboten." Eine noch konsequentere Strategie fährt der Heilbronner Unverpackt-Laden, der im kommenden Herbst in der Käthchenstadt öffnen soll.
Kaufland Neckarsulm nimmt ab September Plastik-Einweggeschirr aus dem Angebot
Und auch auf die Diskussion rund um umweltschädliches Plastikgeschirr wird Kaufland reagieren. Münzing: "Im September dieses Jahres werden wir Plastik-Einweggeschirr aus dem Sortiment nehmen."


