Überraschende Entwicklung bei Kaufpreisen

Mietpreis-Explosion: Vergleich zeigt – Wohnen in Heilbronn deutlich teurer

  • Fabian Girschick
    VonFabian Girschick
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Schlechte Zeiten für Mieter? Oder genau der richtige Zeitpunkt fürs neue Wohnglück? Wie sich die Situation auf dem Immobilienmarkt in Heilbronn verhält.

Vor kurzem veröffentlichte das Portal „ImmoScout24“ das neue „WohnBarometer“, aus dem unter anderem hervorgeht, wie sich die Kaufpreise von Immobilien zwischen dem vierten Quartal 2022 und dem letzten Quartal (Q4 2023) entwickelt haben.

Insbesondere in Großstädten wie Leipzig oder Stuttgart gab es hier extreme Entwicklungen. Um ganze zehn Prozent sind beispielsweise die durchschnittlichen Kaufpreise von Neubaueigentumswohnungen in Leipzig gestiegen, um 4,4 Prozent die durchschnittlichen Kaufpreise von Bestandshäusern in Stuttgart. Und wie sieht es in Heilbronn aus?

Wie entwickeln sich die Mietpreise in Heilbronn? Immobilien-Portal gibt exklusiven Einblick

Das „WohnBarometer“ hat sich mit der Auswertung auf acht deutsche Großstädte beschränkt – der Übersicht können keine gezielten Daten über Heilbronn entnommen werden. Allerdings hat das Analyseteam von „ImmoScout24“ der echo24.de-Redaktion einen exklusiven Einblick in die Entwicklung des Heilbronner Immobilienmarktes gewährt.

Die Kaufpreisentwicklung in Heilbronn ist zwischen dem vierten Quartal 2022 und dem vierten Quartal 2023 gar nicht so brisant wie in vielen anderen deutschen Städten. Der Kauf einer Neubauwohnung in Heilbronn ist durchschnittlich „nur“ um 0,3 Prozent teurer geworden.

Bei dem Kauf von Häusern (sowohl Bestands- als auch Neubauhäusern) gibt es eine überraschende Entwicklung: Sie sind sogar um 0,8 Prozent günstiger. Auch beim Kauf von Bestandswohnungen gibt es gute Nachrichten: Diese wurden um durchschnittlich 1,6 Prozent günstiger.

Mietpreise in Heilbronn weiter gestiegen – Preis-Explosion in den letzten zehn Jahren

Anders sieht es jedoch bei Mietwohnungen in Heilbronn aus. Das Mieten von Bestandswohnungen wurde im Quartal-Vergleich um durchschnittlich 6,3 Prozent teurer, das Mieten von Neubauwohnungen um 3,9 Prozent.

Noch brisanter sind die Prozentzahlen, die sich beim Zehnjahresvergleich zeigen: Rund 52,7 bzw. 60,2 Prozent teurer sind Bestands- bzw. Neubauwohnung im Vergleich zum vierten Quartal 2013.

Mietpreise in Heilbronn: Wie liegt die Käthchenstadt im bundesweiten Vergleich?

Im bundesweiten Vergleich schneidet Heilbronn bei den meisten Preisentwicklungen relativ gut ab, trifft beim Kauf von Bestandseigentumswohnungen sogar den Median (-1,6 Prozent im Vergleich von Q4/22 zu Q4/23). Zu den Gewinnern zählt Heilbronn aber in der Kategorie „Hauskauf Neubau“, denn während dieser bundesweit im Quartal-Vergleich durchschnittlich 2,9 Prozent teurer wurde, wurde er in Heilbronn um 0,8 Prozent günstiger.

Den größten Preissprung beim Kauf eines Neubauhauses gab es übrigens in der baden-württembergischen Hauptstadt Stuttgart mit 4,3 Prozent, gefolgt von Berlin mit 4,0 Prozent und Köln mit 3,2 Prozent. Günstiger wurde er insbesondere in Hamburg – und zwar um ganze 3,8 Prozent.

Das WohnBarometer“ von „ImmoScout24“ gibt die Preisentwicklung in realen Angebotspreisen wieder, ergänzt um einen Indikator zum Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Die Datenbasis umfasst über 8,5 Millionen Inserate der letzten fünf Jahre auf ImmoScout24. Die Werte werden für Referenzobjekte für den jeweils betrachtetem Immobilientyp durch einen Algorithmus aus dem Bereich des maschinellen Lernens ermittelt.

Übrigens: Nicht nur die Preise von Immobilien ändern sich im Laufe der Zeit, sondern auch die Pflichten für Hausbesitzer. echo24.de hat vor kurzem zusammengefasst, worauf diese in Zukunft achten sollten.

Rubriklistenbild: © IMAGO / CHROMORANGE/ Michaela Ebert/Fotomontage: echo24.de