Hochsaison für Diebe
Achtung: Diebe! Tipps für den Weihnachtsmarkt
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Wir freuen uns über Glühwein, Diebe über fette Beute. Die Polizei hat ein paar nützliche Tipps gegeben, wie Sie sich dagegen wehren können.
Der Geruch von Glühwein strömt durch die Luft, alles ist feierlich geschmückt und die Menschen stehen in kleinen Grüppchen beieinander oder drängeln sich zwischen kleinen Holzhütten hindurch. Die Weihnachtsmarkt-Saison eröffnet in der Region. Eigentlich eine tolle Zeit, romantisch und gemütlich, wären da nicht die Taschendiebe. Denn während die Adventszeit für die meisten Glühwein, Kekse und Waffeln bedeuten, sind Diebe in Hochform. Zwar sank 2016 die Zahl der angezeigten Taschendiebstahlfälle etwas im Vergleich zum Vorjahrleicht, dafür hat sich die Beute aber geändert. Denn: Der Schaden stieg von 50,8 Millionen Euro (2015) auf 51,5 Millionen Euro an.
Die Maschen der Diebe? Einfach, aber effektiv. Der Drängel-Trick wird beispielsweise bevorzugt in engen Gässchen angewandt. "Ein Dieb rückt unangenehm dicht an das Opfer heran, bis es sich ärgerlich abwendet und dadurch eine umgehängte Tasche oder die Geldbörse in der Manteltasche quasi "griffbereit" anbietet", so Gerhard Klotter, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.
Wer glaubt, er merkt, was passiert, der irrt. Klotter: "Innerhalb weniger Sekunden sind Brieftasche, Kreditkarte oder das Handy verschwunden." Dabei laufen die Maschen der Diebe oft nach dem gleichen Schema ab: Einer lenkt das Opfer ab, der Zweite stiehlt die Beute und gibt sie an einen Dritten weiter, der dann verschwindet. Wie oft in Filmen gesehen. Ein bisschen Hollywood haucht also über die Weihnachtsmärkte - wenn auch der Teil, den man nicht braucht. Größtes Problem: Die Diebe sind kaum auffindbar, wenn sie nicht direkt entdeckt werden. Klar, die fehlenden Sachen fallen oft später auf und wer weiß schon genau an wem er alles vorbei gelaufen ist.
Es gibt aber auch Auffälligkeiten, die alle Alarmglocken klingeln lassen sollte. Diebe meiden zum Beispiel den direkten Blickkontakt zum Opfer und schauen eher nach der Beute - also der Hand- oder Umhängetasche. Achtung - jetzt wirds plump! Eine weitere erfolgreiche Masche der Diebe ist, die Kleidung des potenziellen Opfers angeblich versehentlich mit Ketchup, Senf oder einer Flüssigkeit zu beschmutzen. Beim anschließenden Reinigungsversuch lenken sie das Opfer wortreich vom zeitgleichen Diebstahl der Wertsachen ab. Diese Masche hat eher die Goldene Himbeere verdient, da sie nach einer schlechteren Hollywood-Variante klingt, ist aber tatsächlich an der Tagesordnung.
Nun bleibt die Frage: Wie wehrt man sich? Was kann man vielleicht präventiv gegen Diebstahl unternehmen? Zum einen am besten nur so viel Bargeld mitnehmen, wie sie tatsächlich benötigen. Karten können Sie schließlich im Notfall auch sperren. Ein weiterer kleiner, aber effektiver Trick: Teilen Sie Wertsachen wie Kreditkarten, Geld, Papiere in verschlossenen und am besten verschiedenen Innentaschen möglichst dicht am Körper. Wenn Sie plötzlich angerempelt oder "in die Zange" genommen werden, achten Sie besonders auf Wertsachen. Handtaschen und Co. tragen Sie bestenfalls mit der Verschlussseite zum Körper. Unnötig zu erwähnen, dass PINs nicht im Geldbeutel oder auf der Karte notiert werden sollten. So steht dem gemütlichen Weihnachtsbummeln nichts mehr im Weg...
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