Bald ein Preissturz in Sicht?

Explodierende Immobilien-Preise in Heilbronn: In diesem Stadtteil sind Häuser am teuersten

Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland steigen seit Jahren. Wie sieht die aktuelle Entwicklung für Heilbronn und die nähere Umgebung aus?

Wer sich eine Immobilie kaufen möchte, muss immer tiefer in die Taschen greifen. Teilweise kann ein Einfamilienhaus gerne mal einen sechsstelligen Betrag kosten. In Heilbronn sind die Preise für Immobilien in den letzten Jahren ebenfalls explodiert. „Die Preise für neue Eigentumswohnungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um etwa drei Prozent auf 5430 Euro pro Quadratmeter. Bei gebrauchten Wohnungen stiegen die Preise um etwa zwölf Prozent auf 3545 Euro pro Quadratmeter“, so berichtet der Immobilienmarktbericht der Stadt Heilbronn (Stand: Juli 2022).

„Die Preise, die für freistehende Ein- bis Zweifamilienhäuser in der Kernstadt aufgewendet werden mussten, betrugen im Durchschnitt 4582 Euro pro Quadratmeter. Dies ist eine Steigerung um neun Prozent“.

Niedrigere Preise für Ein- bis Zweifamilienhäuser in diesen Heilbronner Stadtteilen

Bei den Stadtteilen lagen die Quadratmeterpreise für Eigentumswohnungen in Böckingen am höchsten und in Frankenbach am niedrigsten. Bei den Häusern führt Sontheim die Liste an und die Quadratmeterpreise in Kirchhausen waren für diese Kategorie am niedrigsten, so es geht aus den Zahlen von wohnungsboerse.net hervor, die sich auf deren aktuelle Erhebungen auf dem eigenen Portal beziehen (Stand 31. Mai 2023).

In den Orten rund um Heilbronn wie Nordheim, Flein, Weinsberg, Bad Wimpfen, Lauffen am Neckar, Leingarten, Neckarsulm, Bad Rappenau, Lehrensteinsfeld und Neckarsulm liegen die Kaufpreise für Eigentumswohnungen und Häuser laut den Zahlen von wohnungboese.net häufig niedriger als in Heilbronn und in dessen Stadtteilen.

Hohe Immobilienpreise in Heilbronn: Ist ein Ende des Aufwärtstrends in Sicht?

Der Postbank Wohnatlas von 2023, der eine Prognose zur Immobilienpreisentwicklung bis 2035 abgibt, stellt in einer Presseinformation folgendes fest: „Vie­ler­orts sta­gnie­ren oder sin­ken die Prei­se für Wohn­im­mo­bi­li­en in Deutsch­land. Der Jah­re an­dau­ern­de Auf­wärts­trend hat ein vor­läu­fi­ges En­de ge­fun­den“ Dies betrifft jedoch nicht alle Regionen in Deutschland, wie aus der Aufschlüsselung hervorgeht.

„In den Flä­chen­län­dern Ba­den-Würt­tem­berg, Bay­ern, Hes­sen und Schles­wig-Hol­stein stei­gen die Kauf­prei­se im Durch­schnitt in allen Re­gio­nen an“, so lautet die Prognose.

„Stei­gen­de Zin­sen, In­fla­ti­on und die da­mit schwä­cheln­de Nach­fra­ge las­sen die Prei­se im Be­trach­tungs­zeit­raum bis 2035 nicht mehr so stark stei­gen wie in den ver­gan­ge­nen Jah­ren“, sagt Ma­nu­el Beer­mann, Lei­ter Pro­dukt­ma­nage­ment Im­mo­bi­li­en. „Lang­fris­tig wer­den die Wert­ent­wick­lun­gen auf dem Im­mo­bi­li­en­markt vor al­lem durch die de­mo­gra­fi­schen so­wie die wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lun­gen der je­wei­li­gen Re­gio­nen be­stimmt. In Städ­ten und Ge­bie­ten mit star­kem Zu­zug und vie­len Ar­beits­plät­zen blei­ben Ei­gen­tums­woh­nun­gen be­gehrt und die Prei­se zie­hen wei­ter an“, so lautet die Feststellung des Postbank Wohnatlas.

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