Raser war mit etwa 100 km/h unterwegs

Nach tödlichem Unfall in Heilbronn: Raser wird wegen Mordes angeklagt

Tödlicher Verkehrsunfall in Heilbronn - 6 Verletzte -  eine Person Tödlich
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Am 12. Februar 2023 kommt es zu einem schweren Verkehrsunfall in der Heibronner Innenstadt. Bei einer Kollision kommt ein Mann ums Leben. Fünf weitere Personen werden verletzt.
  • Julia Cuprakowa
    VonJulia Cuprakowa
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Bei einem Unfall in Heilbronn ist ein Familienvater ums Leben gekommen. Der mutmaßliche Raser ist mit fast 100 km/h in das Auto der Familie gerast. Ab Dienstag muss sich der junge Mann wegen Mordes vor dem Landgericht Heilbronn verantworten.

An einem Sonntag im Februar 2023 ereignet sich auf der Wollhausstraße in Heilbronn ein tödlicher Unfall. Ein BMW-Fahrer kracht in ein Familienauto – der 42-jährige Vater wird in seinem Fahrzeug eingeklemmt und stirbt noch an der Unfallstelle. Seine gleichaltrige Ehefrau sitzt auf dem Beifahrersitz und wird bei dem Unfall schwer verletzt. Die Kinder befinden sich zum Zeitpunkt des tödlichen Unfalls auf der Rückbank und werden leicht verletzt.

Ein halbes Jahr nach einem tödlichen Unfall in Heilbronn muss der mutmaßliche Raser auf der Anklagebank des Landgerichts Platz nehmen. Der Mann muss sich vom kommenden Dienstag (15. August) an wegen Mordes verantworten, weil der damals 20-Jährige mit seinem Auto mitten in der Heilbronner Innenstadt in einer Tempo-40-Zone mehr als doppelt so schnell unterwegs gewesen sein soll. Als er das Auto der Familie sah, konnte er nicht mehr rechtzeitig ausweichen und verursachte den tödlichen Unfall.

Mutmaßlicher Raser steht wegen Mordes vor dem Landgericht Heilbronn

Nach Angaben des Gerichts hatte der junge Raser bereits vor dem tödlichen Unfall eine Fußgängerin fast überfahren, die gerade noch ausweichen konnte. Spätestens hier habe er bedingten Tötungsvorsatz gefasst und auf fast 100 Kilometer pro Stunde beschleunigt, berichtet die „dpa“.

„Bar jeder Kontrolle über sein viel zu schnell gefahrenes Auto“ habe er schließlich den Zusammenstoß herbeigeführt, zitierte das Gericht weiter den Vorwurf der Anklagevertretung. Der Angeklagte habe billigend in Kauf genommen, dass andere Menschen nicht mit einem derart lebensgefährlich herannahenden Fahrzeug gerechnet hätten und deshalb wehrlos gewesen seien.

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