Unwetter wütete über Deutschland

Unwetter verursacht schwere Schäden: 50 Polizeieinsätze auch in Heilbronn

  • Julia Cuprakowa
    VonJulia Cuprakowa
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Ein Unwetter fegt am Montag über Deutschland hinweg. Mehrere Menschen werden durch umstürzende Bäume verletzt. Auch in Heilbronn gab es Sturmschäden.

In der Nacht von Montag (15. April) auf Dienstag (16. April) ist in Deutschland in Sachen Unwetter einiges los gewesen – Starkregen, Gewitter mit Donner und teils heftige Sturmböen. Der Sturm beeinträchtigte den Fernverkehr der Bahn, deckte Dächer ab, beschädigte Autos sowie Strom- und Telefonleitungen. Mehrere Menschen wurden von umstürzenden Bäumen getroffen und verletzt. Das Unwetter mit teils schweren Sturmböen zog am Nachmittag und Abend über mehrere Bundesländer. Vor allem im Westen Deutschlands hatten zahlreiche Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei alle Hände voll zu tun. Bahnreisende mussten Verspätungen von bis zu vier Stunden in Kauf nehmen – und den ganzen Abend darauf hoffen, dass ihre vorübergehend gestoppten Züge weiterfahren.

Auch an Heilbronn ging das Unwetter nicht spurlos vorbei. Wie die Polizei auf Anfrage von echo24.de mitteilte, kam es im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Heilbronn zu insgesamt 50 sturmbedingten Einsätzen. Bereits am Montagmorgen hatte der Deutsche Wetterdienst für ganz Baden-Württemberg vor schweren Sturmböen bis hin zu Orkanböen gewarnt, wie echo24.de bereits berichtete.

Sturmschäden in Heilbronn und Umgebung – umgestürzte Bäume und beschädigte Stromleitung

Nach Angaben der Polizei Heilbronn gab es im gesamten Präsidiumsbereich zwischen 18 und 0 Uhr insgesamt rund 50 Einsätze. Der Schwerpunkt lag laut Polizei zwischen 19 und 21 Uhr. Von den 50 Einsätzen entfielen 30 auf den Stadt- und Landkreis Heilbronn. Dabei handelte es sich überwiegend um umgestürzte Bäume. In Mosbach wurde eine Hochspannungsleitung beschädigt. Verletzt wurde niemand. Doch nicht überall ging es so „glimpflich“ aus. In Frankfurt, Bottrop und Köln gab es Verletzte, wie die „dpa“ berichtet.

Schwere Sturmschäden in Deutschland – mehrere Personen durch umstürzende Bäume verletzt

In Bottrop (Nordrhein-Westfalen) wurde eine 19-jährige Fußgängerin auf dem Heimweg von der Arbeit verletzt, als plötzlich ein Baum auf den Gehweg stürzte und die Passantin traf. Die Beine der jungen Frau wurden unter dem Stamm eingeklemmt, wie die Feuerwehr mitteilte. Da schwere Verletzungen nicht auszuschließen waren, wurde ein Rettungshubschrauber angefordert. Auch in Hattingen im Ruhrgebiet wurde ein Mann in einem Garten von einem umstürzenden Baum verletzt.

Zahlreiche Einsätze nach Sturm und Starkregen in Deutschland am 15. April.

In Köln wurde ein Bus der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) von einem umgestürzten Baum beschädigt. Der Fahrer sei leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Feuerwehr am Abend mit. Mehrere umgestürzte Bäume und abgeknickte Äste behinderten am Abend den Verkehr in der Domstadt.

Starkregen in Bayern – drei Schwerverletzte bei Aquaplaning-Unfall

Bei einem Aquaplaning-Unfall auf der Autobahn A9 in Bayern sind am Montagabend drei Menschen schwer verletzt worden. Der mit vier Insassen besetzte Wagen überschlug sich in Fahrtrichtung München, wie die Polizei mitteilte. Der Fahrer hatte auf nasser Fahrbahn die Kontrolle über den Wagen verloren. Der Wagen prallte gegen die Leitplanke und überschlug sich. Die drei Verletzten, alle um die 20 Jahre alt, wurden in Krankenhäuser gebracht.

Heftiger Wind in Ludwigshafen – Polizei findet Wäscheständer in 25 Metern Höhe

In Ludwigshafen in der Pfalz flog ein Wäscheständer durch den Sturm: Die Feuerwehr entdeckte ihn nach eigenen Angaben in einem Baum in 25 Metern Höhe. In der Stadt habe es rund 360 Notrufe und 80 Einsätze wegen des Unwetters gegeben. Unter anderem stürzten Bäume auf Straßen und Stromleitungen. Auch lose Dachziegel und umgestürzte Bauzäune lösten Feuerwehreinsätze aus.

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