Weicht das Team um Philipp Kionka auf ein neues Areal aus?
Überraschende Wendung bei der Inselspitze
VonDaniel Hagmannschließen
Künstlerkollektiv und Bundesgartenschau nähern sich an. Doch dann kommt alles anders.
Die einen wollen die Inselspitze zur Austausch-Stätte für kulturelle Weiterentwicklungmachen. Die anderen sehen das Areal der ehemaligen Galerie Rieker unterhalb der Friedrich-Ebert-Brücke als Infostätte rund um die Bundesgartenschau 2019. Doch ein gemeinsames Ziel haben beide: Heilbronn soll attraktiver werden – mit neuem, zentralem Punkt für Begegnung und Diskussion.
Die Inselspitze wird zum Diskussionsforum
Seit Jahresbeginn laufen die Gespräche zwischen dem Künstlerkollektiv um den Heilbronner Kulturnetzwerker Philipp Kionka, dem Team um Buga-Geschäftsführer Hanspeter Faas und der Stadtverwaltung Heilbronn, der die Inselspitze gehört. In den vergangenen drei Monaten bewegten sich die Kulturgruppe und die Blumenfreunde immer mehr aufeinander zu. Kionka fasst zusammen: "Im Frühjahr gab es Reibungen zwischen uns und den Buga-Leuten. Aber die hat es gebraucht, um Lösungen zu finden." Der Weg zum gemeinsamen Nutzen der Inselspitze schien geebnet.
Doch dann schritt die Stadtverwaltung ein. Kionka: "Die uns zur Verfügung gestellte Fläche wurde immer weiter zurückgestuft, selbst mit nur einem 18 Quadratmeter großen Raum – bei einer Gesamtfläche von mehr als 300 Quadratmetern – hätten wir uns zufrieden gegeben." Doch nun soll das Künstlerkollektiv pro Jahr nur drei mal 14 Tage die Inselspitze bespielen dürfen. "Nach all diesen Diskussionen schiebt uns die Stadtverwaltung den Riegel vor – und wir sind wieder auf dem Stand vom Jahresbeginn", sagt Kionka verärgert.
Und wie geht's weiter? "Wir sind es langsam leid, die Diskussionen ins Leere laufen zu lassen und uns für Dinge einzusetzen, an denen von offizieller Seite kein Interesse besteht." Ob Kionka und sein Team das Drei-mal-zwei-Wochen-Angebot annehmen oder sich ganz von der Inselspitze verabschieden? "Das klären wir demnächst." Klar ist: "Es laufen Gespräche mit privaten Investoren um andere Immobilien, die wir nutzen können", sagt Kionka. "Wenn der öffentliche Weg nicht funktioniert, dann versuchen wir es auf der privaten Ebene." Der Netzwerker stellt aber klar: "Mit der Buga wollen wir in jedem Fall zusammenarbeiten. Die vergangenen Wochen waren ergiebig – den Faden wollen wir weiterspinnen." Schließlich soll Heilbronn erblühen. Nicht nur botanisch, sondern auch kulturell.

