Unfall-Gefahr steigt
Aquaplaning bei Starkregen: Ab diesem Tempo wird es für Autofahrer gefährlich
- VonNils Jaussschließen
Bei starkem Regen steigt das Risiko für Aquaplaning. Gerade an Orten, wo das Wasser nicht ablaufen kann, wird es gefährlich. Wie können Autofahrer bei Aquaplaning das Unfallrisiko minimieren?
Regnet es stark, ist das Risiko für Aquaplaning, auch Wasserglätte genannt, hoch. Konkret bedeutet Aquaplaning laut „ADAC“ das Aufschwimmen des Reifens auf der Wasseroberfläche. Die Wassermassen schieben sich zwischen das Reifenprofil und die Fahrbahn. Heißt: Der Reifen verliert den Kontakt zur Straße – und somit auch die Haftung. Das Auto rutscht, die Fahrer verlieren die Kontrolle, Bremsen ist wirkungslos.
Aquaplaning wird vor allem bei hohen Geschwindigkeiten und auf der Autobahn schnell gefährlich. Um das Unfallrisiko zu minimieren, ist vor allem beim Fahren auf einer nassen Straße Vorsicht geboten. echo24.de berichtet, was Autofahrer generell bei Starkregen und Sturm beachten sollten. Wer auf der nassen Straße rutscht, sollte außerdem wissen, welches Verhalten bei Aquaplaning richtig ist.
Was tun bei Aquaplaning? Auto rutscht auf nasser Straße – so verhalten sich Fahrer richtig
Die wichtigste Maßnahme, um bei starkem Regen sicher von A nach B zu kommen, ist langsam fahren. Mit steigender Geschwindigkeit nimmt die Gefahr für Aquaplaning zu, erklärt der „ADAC“. Besonders gefährlich wird es ab einer Geschwindigkeit von etwa 80 km/h – dann ist das Aquaplaning-Risiko hoch.
Ein weiterer Risikofaktor sind Fahrzeuge mit abgenutzten Reifen und Fahrzeuge mit Heckantrieb. Um das Unfallrisiko zu minimieren, rät der „ADAC“ dazu, das Abblendlicht einzuschalten, die Scheibenwischer anzuschalten und versetzt zu den Spurrillen zu fahren.
Sollte das Aquaplaning plötzlich auftreten, so sollten Autofahrer versuchen, nicht hektisch zu reagieren. Der „ADAC“ empfiehlt, das Fahrzeug langsam ausgekuppelt rollen lassen, das Lenkrad festhalten und darauf warten, bis es wieder Kontakt zur Straße besteht. Bei Automatikfahrzeugen sollte langsam das Gas reduziert werden, um eine Motorbremsung zu vermeiden.
Grundsätzlich ist es ratsam, regelmäßig das Reifenprofil und den Luftdruck zu überprüfen. Abgefahrene Reifen sollten schnellstmöglich ersetzt werden. Auch beim Reifenkauf sollte schon auf gute Nässe-Eigenschaften geachtet werden. Ein Fahrsicherheitstraining kann ebenfalls helfen, in solchen Situationen richtig reagieren zu können.
Hohes Unfall-Risiko auf nassen Straßen: Anzeichen für Aquaplaning
Um Aquaplaning früh zu erkennen, sollten Autofahrer auf Anzeichen achten. Neben dem Wasserschwall der vorausfahrenden Fahrzeuge deuten auch laute Wassergeräusche am Unterboden auf eine gefährliche Straßensituation hin. Beim Aufschwimmen der Vorderräder werden außerdem die Kräfte am Lenkrad schwächer.
Generell sollten Autofahrer unbedingt auf Hinweisschilder achten. Auf der Autobahn sind Abschnitte, an denen es bei Regen besonders gefährlich werden kann, häufig gekennzeichnet mit einem Tempolimit, das „bei Nässe“ gilt. echo24.de berichtet, wann die Straße wirklich als zu nass gilt.
Aquaplaning beim Motorrad fahren: Gibt es Unterschiede?
Im Gegensatz zu Autoreifen haben Motorradreifen eine rundere Kontur, deswegen tritt Aquaplaning bei Motorrädern erst bei höheren Geschwindigkeiten auf. Allerdings sollten Motorradfahrer trotzdem ihre Fahrweise den Wetterbedingungen anpassen, denn allein die nasse Straße vergrößert das Risiko eines Sturzes in Kurven enorm.
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