Autobauer reagiert auf schwache Zahlen

„Keine andere Wahl“: Audi-Werk Neckarsulm trennt sich von 600 Zeitarbeitern

Das Audi-Werk in Neckarsulm trennt sich im ersten Quartal 2024 von allen Zeitarbeitern. Rund 600 Zeitarbeiter sind betroffen. Schwache Produktionszahlen geben den Ausschlag.

Sinkende Produktionszahlen, verspätete Modellanläufe, geringe Auslastung: Beim Audi-Werk in Neckarsulm läuft es aktuell nicht rund. Das hat jetzt auch personelle Auswirkungen. Wie die „Heilbronner Stimme“ berichtet, trennt sich das Werk Neckarsulm im ersten Quartal 2024 von allen Zeitarbeitern.

Rund 600 Zeitarbeiter müssen demnach gehen. Am Dienstag informierte die Werkleitung und Betriebsratsspitze die Belegschaft über die Situation am Standort im neuen Jahr. An der Stammbelegschaft will das Unternehmen aber festhalten. Aktuell gilt bei Audi eine Beschäftigungsgarantie bis 2029.

Audi trennt sich in Neckarsulm von allen Zeitarbeitern - Produktionszahlen sinken

„Aufgrund der derzeitigen Gegebenheiten haben wir leider keine andere Wahl“, begründete der Neckarsulmer Werkleiter Fred Schulze der „Heilbronner Stimme“ die Trennung von den Zeitarbeitern. Mit dem Hochlauf des B10 im zweiten Halbjahr könnten diese aber wieder gefragt sein.

2022 fertigten Arbeiter im Neckarsulmer Audi-Werk inklusive des Standorts Böllinger Höfe in Heilbronn knapp 150.000 Fahrzeuge. Laut der „Heilbronner Stimme“ wird das Werk im laufenden Jahr zirka 10.000 Fahrzeuge mehr fertigen. Von einer vollen Auslastung ist Audi damit weit entfernt – ausgelegt ist der Standort in etwa für die doppelte Menge.

Verzögerter Produktionsstart des neuen A5

Durch den verspäteten Anlauf des Audi A5 und den für das letzte Quartal geplanten Start des neuen Audi A7 drohen erneut sinkende Produktionszahlen. Die Produktion des neuen A5 sollte ursprünglich im März 2024 starten, wurde jetzt aber auf frühestens Anfang Juli verschoben. Alexander Schnell/ak

Rubriklistenbild: ©  Audi AG/ IMAGO / Wirestock / Fotomontage: echo24.de

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