Es droht ein Punkt

Auf dem Standstreifen unterwegs: Wann ist das erlaubt?

  • Simon Mones
    VonSimon Mones
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Der Standstreifen ist nur in wenigen Fällen für die Fahrt freigegeben. Doch welche Ausnahmen gelten und welche Strafen drohen bei Zuwiderhandlung?

Staus auf der Autobahn sind stets ärgerlich, besonders wenn die Ausfahrt bereits in Sichtweite ist. In solchen Momenten könnten einige Autofahrer in Versuchung geraten, den leeren Seitenstreifen als Abkürzung zu nutzen. Doch ist das überhaupt gestattet?

Ein Blick in die Straßenverkehrsordnung (StVO) gibt eine eindeutige Antwort: Nein. „Fahrzeuge müssen die Fahrbahnen benutzen, von zwei Fahrbahnen die rechte (Rechtsfahrgebot). Seitenstreifen sind nicht Bestandteil der Fahrbahn“, so steht es in § 2 Abs. 1.

Freigabe des Standstreifens: Entlastung bei Stau möglich

Und das aus gutem Grund: Der Seitenstreifen ist für das Abstellen von Fahrzeugen bei einem Notfall oder bei Unfällen vorgesehen. Ein Stau stellt keinen Notfall dar, der die Nutzung des Seitenstreifens rechtfertigen würde. Zudem erwarten andere Verkehrsteilnehmer in der Regel nicht, dass ein Fahrzeug auf dem Seitenstreifen fährt. Sollte ein anderer Fahrer wegen einer Panne ausscheren oder selbst abkürzen wollen, ist ein Unfall nahezu unvermeidlich.

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Es gibt jedoch Ausnahmen von dieser Regel. Der Seitenstreifen kann für den Verkehr freigegeben werden, beispielsweise bei Baustellen oder wenn eine Verkehrsbeeinflussungsanlage aktiviert ist. In solchen Fällen dient der Seitenstreifen als zusätzlicher Fahrstreifen, um das erhöhte Verkehrsaufkommen zu bewältigen.

Bußgeldkatalog: Mit welchen Geldstrafen Verkehrssünder rechnen müssen

Streit um Tempolimit für Ortsdurchfahrt
Wer außerorts 16 bis 20 km/ zu schnell fährt und erwischt wird, zahlt statt früher 30 nun 60 Euro, auch hier gilt: je schneller, desto teurer. In vielen Fällen – also bei den Stufen der Geschwindigkeitsüberschreitungen – handelt es sich um eine Verdopplung der Bußgelder.
 Auch die vorschriftswidrige Nutzung von Gehwegen, Radwegen und Seitenstreifen durch Fahrzeuge wird teurer. Verstöße werden statt mit bis zu 25 Euro mit bis zu 100 Euro Geldbuße geahndet. M
Manche Verstöße würden entsprechend auch für Radfahrer teurer, wie der ADFC mit Blick auf den neuen Bußgeldkatalog erläuterte.
Bußgeldkatalog: Mit welchen Geldstrafen Verkehrssünder rechnen müssen

Wer Standstreifen nutzt, riskiert hohes Bußgeld

Die Freigabe des Seitenstreifens wird durch das Verkehrszeichen 223.1 angezeigt. Dieses zeigt in der Regel drei weiße Pfeile auf blauem Hintergrund, getrennt durch eine durchgezogene Linie. Die Pfeile symbolisieren die Fahrspuren und den Seitenstreifen. Das Ende der Freigabe wird durch das Schild 223.2 signalisiert, bei dem der rechte Pfeil rot durchgestrichen ist. In bestimmten Gefahrensituationen kann die Polizei ebenfalls die Nutzung des Seitenstreifens erlauben. Zudem kann der Seitenstreifen als Rettungsgasse genutzt werden, damit Rettungsfahrzeuge und Pannenhelfer schnell zur Unfallstelle gelangen, wenn auf der Fahrbahn kein Platz mehr ist.

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Wer den Seitenstreifen ohne eine der genannten Ausnahmen befährt, handelt verkehrswidrig. Ein solcher Verstoß zieht ein Bußgeld von 75 Euro nach sich und führt zu einem Punkt in Flensburg. Sollte es zu einem Unfall kommen, erhöht sich das Bußgeld auf 110 Euro.

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