Neue Regel

M+S-Symbol auf Winterreifen verboten: Autofahrern droht saftiges Bußgeld

  • Sebastian Oppenheimer
    VonSebastian Oppenheimer
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  • Simon Mones
    Simon Mones
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Seit dem 1. Oktober gelten neue Regeln im Straßenverkehr. Das betrifft auch die Reifen für den Winter. Wer die Falschen aufgezogen hat, muss tief in die Tasche greifen.

Mit dem Einbruch der kalten Jahreszeit im Jahr 2024 kommt eine bedeutende Neuregelung für Autofahrer. Seit dem 1. Oktober 2024 ist eine Änderung wirksam, die jeden betrifft, der bei winterlichen Straßenverhältnissen fährt. Reifen, die nur das M+S-Symbol (Matsch und Schnee) aufweisen, werden nun nicht mehr als wintertauglich anerkannt. Wer trotzdem mit solchen Reifen fährt, muss mit hohen Bußgeldern rechnen.

M+S-Reifen verboten: Wintertaugliche Pneus brauchen Alpine-Symbol

Seit dem 1. Oktober 2024 werden nur noch Winter- und Ganzjahresreifen mit dem Alpine-Symbol (ein Berg mit drei spitzen Gipfeln und einer Schneeflocke) auf der Seite als wintertauglich eingestuft. Das M+S-Symbol wurde bereits 2018 durch das Alpine-Zeichen ersetzt, aber im September 2024 endete die Übergangsfrist.

Seit dem 1. Oktober 2024 gelten nur noch Reifen mit dem Alpine-Symbol als wintertauglich.

Wer also noch ältere Reifen besitzt, sollte diese nicht nur auf die richtige Profiltiefe prüfen, sondern auch auf das Symbol. Reifen, die nur das M+S-Symbol tragen, sollten für die kommende Wintersaison auf keinen Fall mehr montiert werden. Es ist höchste Zeit für einen neuen Satz Reifen.

Bußgeldkatalog: Mit welchen Geldstrafen Verkehrssünder rechnen müssen

Streit um Tempolimit für Ortsdurchfahrt
Wer außerorts 16 bis 20 km/ zu schnell fährt und erwischt wird, zahlt statt früher 30 nun 60 Euro, auch hier gilt: je schneller, desto teurer. In vielen Fällen – also bei den Stufen der Geschwindigkeitsüberschreitungen – handelt es sich um eine Verdopplung der Bußgelder.
 Auch die vorschriftswidrige Nutzung von Gehwegen, Radwegen und Seitenstreifen durch Fahrzeuge wird teurer. Verstöße werden statt mit bis zu 25 Euro mit bis zu 100 Euro Geldbuße geahndet. M
Manche Verstöße würden entsprechend auch für Radfahrer teurer, wie der ADFC mit Blick auf den neuen Bußgeldkatalog erläuterte.
Bußgeldkatalog: Mit welchen Geldstrafen Verkehrssünder rechnen müssen

Fahren im Winter mit den falschen Reifen: Diese Strafen drohen

Autofahrer, die nach dem Stichtag – bei winterlichen Verhältnissen – mit nicht konformen Reifen erwischt werden, müssen mit hohen Bußgeldern rechnen. Für eine nicht angepasste Bereifung werden 60 Euro fällig, dazu kommt ein Punkt in Flensburg. Wenn andere Verkehrsteilnehmer behindert werden, steigt das Bußgeld zusätzlich zum Punkt in Flensburg auf 80 Euro, bei Gefährdung auf 100 Euro und bei einem Unfall sogar auf 120 Euro. Wenn es aufgrund fehlender Winterreifen zu einem Unfall kommt, kann es sein, dass die Kfz-Versicherung nur eingeschränkt zahlt – darauf weist der ADAC hin.

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In Deutschland gilt eine sogenannte situative Winterreifenpflicht: Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte darf nur mit Winterreifen (oder Ganzjahresreifen mit Alpine-Symbol) gefahren werden. Wer ins Ausland fährt, sollte sich vorher genau informieren: In einigen Ländern ist die Winterreifenpflicht anders geregelt als in Deutschland.

Rubriklistenbild: © Guido Schiefer/Imago