Lastwagen-Tempolimit als Verkehrszeichen

Sticker mit Zahlen auf Lkw: Diese Bedeutung steckt hinter den Aufklebern

  • Juliane Reyle
    VonJuliane Reyle
    schließen

Sie kleben auf der Rückseite vieler Lastwagen: Tempolimit-Aufkleber. Auch für Autofahrer haben die Aufkleber eine wichtige Bedeutung.

60, 80, 90 oder 100 – diese Geschwindigkeitsangaben haben manche Lkw als Aufkleber am Heck. Im Gegensatz zu verbotenen Auto-Aufklebern, die mit einem Bußgeld von bis zu 90 Euro geahndet werden, dienen die Aufkleber auf den Lkw der Verkehrssicherheit. Je nach Land und Fahrzeugtyp haben die Lkw-Aufkleber unterschiedliche Bedeutung und rechtliche Konsequenzen.

Lkw sind aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts potenziell gefährlicher im Straßenverkehr als Autos. Das Einhalten der Geschwindigkeitsbegrenzungen ist eine wesentliche Sicherheitsmaßnahme, um Unfälle zu verhindern und die Kontrolle über das Fahrzeug zu gewährleisten. Doch warum kleben die Aufkleber auf dem Heck und was bedeuten sie für Autofahrer?

Für Polizei und Autofahrer – Aufkleber auf Lkw haben unterschiedliche Bedeutungen

Die Aufkleber auf dem Heck können gleich mehreren Zwecken nutzen. Sie dienen der Polizei bei Kontrollen als Anhaltspunkt. Je nach Straßentyp und Gewicht des Lkw können die Geschwindigkeitsbegrenzungen für die Lkw nämlich unterschiedlich ausfallen. So gelten auf Landstraßen zum Teil andere Höchstgeschwindigkeiten als auf Autobahnen.

Verbotene Autoaufkleber: Bei diesen Stickern droht bis zu 90 Euro Bußgeld

Autoaufkleber: bei manchen Stickern drohen hohe Strafen für Autofahrer
Autoaufkleber werden mit hohen Bußgeldern geahndet
Viele Autofahrer drücken sich gerne mit Aufklebern aus.
New Driver Attention Warning, New Driver Attention Warning. Novice Car Safety, 25.06.2021, Copyright: xAndreyPopovx Pant
Verbotene Autoaufkleber: Bei diesen Stickern droht bis zu 90 Euro Bußgeld

Auch für bestimmte Fahrsituationen wie Gefahrguttransporte oder Fahrten mit Anhänger gelten Geschwindigkeitsbegrenzungen. Anhand der Aufkleber kann die Polizei dann leichter feststellen, welche Regeln für das einzelne Fahrzeug gelten.

Lkw-Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen: Hier haben die Aufkleber eine Bedeutung

Doch oft sind gleich mehrere solcher Aufkleber an den Lastwagen. Sie sehen aus wie richtige Geschwindigkeitsschilder: Rund, rot umrandet auf weißem Grund, mit schwarzen Zahlen. Keine der Beschränkungen gilt wirklich, denn in Deutschland sind diese Aufkleber ungültig. Es gelten die normalen gesetzlichen Regelungen, wie „efahrer logo“ erklärt.

Auf internationalen Straßen, insbesondere in anderen Ländern, haben die Lkw-Aufkleber jedoch durchaus rechtliche Bedeutung. Die Geschwindigkeitsbegrenzungen können von Land zu Land variieren. Besonders in der Schweiz, Österreich und Frankreich soll sich an den Aufklebern orientiert werden.

Für einen Lkw auf gilt auf einer deutschen Autobahn eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Dabei spielt es keine Rolle, welches Gesamtgewicht der Lkw hat und welche Tempoaufkleber auf dem Heck angebracht sind, schreibt der „Bußgeldkatalog“. Dies ist jedoch eine allgemeine Regel, es können Ausnahmen für bestimmte Lkw-Typen und -Situationen gelten. Die Höchstgeschwindigkeit kann dann geringer als 80 km/h ausfallen – zum Beispiel bei Schwertransporten.

Lkw-Aufkleber als Information im Straßenverkehr: Wie Autofahrer den Sticker nutzen

Die Aufkleber auf den Lkw dienen damit auch der Information der Öffentlichkeit und damit der Verkehrssicherheit, wie „efahrer logo“ schreibt. Denn die Aufkleber dienen auch als Information für andere Verkehrsteilnehmer, die in der Nähe von Lkw fahren. Sie können anhand der Aufkleber schnell erkennen, mit welcher Geschwindigkeit der Lkw maximal unterwegs ist und entsprechend reagieren.

Tempolimit auf dem Heck von Lastwagen: Autofahrer sollten wissen, was die Sticker bedeuten.

Aber auch die rot-weißen Aufkleber an Straßenlaternen sollten Autofahrer kennen, denn sie sind nicht nur ein wichtiges Verkehrszeichen, bei Nichtbeachtung droht auch ein Bußgeld.

Rubriklistenbild: © Collage echo24.de, Fotos: IMAGO / Frank Sorge und IMAGO / Wolfgang Maria Weber

Mehr zum Thema