Konkurrenz für Fiat
Russische Uni entwickelt hässlichstes Elektroauto der Welt: „Der neue Multiblyat“
VonSimon Monesschließen
Die Debatte um das 'hässlichste Auto' bekommt neuen Zündstoff. Aus Russland rollt eine Herausforderung für den Fiat Multipla an. Es handelt sich dabei um ein Modell namens Amber.
Über Geschmack lässt sich bekanntlich bestens streiten. Das gilt nicht nur für Mode, sondern auch für Autos. Ein Modell, das der eine schön findet, kann für den anderen absolut hässlich sein. Und doch gibt es Fahrzeuge, wo sich wohl die meisten einig sind, dass der Designer einen ordentlichen Albtraum gehabt haben muss. So gilt etwa der Fiat Multipla als das wohl hässlichste Auto aller Zeiten. Doch der geräumige Italiener bekommt nun Konkurrenz von einem Elektroauto aus Russland.
Dort haben Avotor und die Polytechnische Universität Moskau nun ein Fahrzeug vorgestellt, dass den Fiat Multipa, ordentlich in den Schatten stellt. Das Monster hört auf den Namen Amber. Beim Design des russischen Elektroautos ist aber so einiges schiefgelaufen.
Russische Uni präsentiert den Amber: Ist das Elektroauto hässlicher als der Fiat Multipla?
Ecken und Kanten findet man beim Amber kaum. Mit Blick auf die Stromlinienförmigkeit und somit die Effizienz beim Stromverbrauch mag das sinnvoll sein, optisch tut es dem Elektroauto jedoch alles andere als gut. Irritierend ist auch die Höhe des Fahrzeugs, das man offenbar nur mithilfe von Trittbrettern betreten kann. Anders lässt sich die Einstiegshilfe an der Seite des Stromers jedenfalls nicht erklären. Insgesamt wirkt der Pkw aus Russland wie eine aufgeblasene Version des billigsten Elektroautos der Welt.
Für die Front hat man sich offenbar vom Fiat Multipla der ersten Generation inspirieren lassen. Wie bei dem Italiener finden sich unterhalb der Windschutzscheibe zusätzliche Scheinwerfer. Und auch die sehr rundlichen Lichter am Ende der Motorhaube finden sich beim Amber irgendwie wieder. Gleiches gilt für die Scheinwerfer in der Stoßstange.
Ist der Amber das hässlichste Auto aller Zeiten? Reddit-Nutzer ziehen Multipla-Vergleiche
Kein Wunder also, dass in den sozialen Netzwerken schnell Vergleiche zwischen dem Amber und dem Fiat Multipla aufkommen. Auf Reddit hat ein Nutzer die Idee für einen viel passenderen Namen für das russische Elektroauto: „Der neue Multiblyat!“ Einer anderer User fühlt sich an die Serie Digimon erinnert und kommentiert: „Fiat Multipla digitiert zu ...“ Doch auch der Mut der Designer wird gelobt: „Das gibt mir die Hoffnung, alles zu schaffen“, schreibt ein Nutzer.
Die zehn hässlichsten Autos aller Zeiten: Design-Sünden der Hersteller




Auch wenn der Amber in Sachen Optik so schnell keinen Blumentopf gewinnt, auf den Markt kommen wird das Elektroauto so wohl nicht. Es handelt sich nämlich lediglich um eine Testplattform für neue Technologien. Der Amber soll also nicht mit Tesla, Kia, VW und Co. in Konkurrenz gehen. Viel mehr will man Teile wie Motor, Wechselrichter, Steuerplatinen und Batterien aus eigener Herstellung testen, um von den internationalen Zulieferern unabhängiger zu sein. Das zeigt auch das Kennzeichen. Laut dem Stern steht dort nämlich schlicht Test. Die Serienversion soll laut Medienberichten ab 2025 das Avotor-Werk verlassen. Geplant sind 50.000 Einheiten pro Jahr.
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Dennoch haben die Forscher auf Telegram ein Statement veröffentlicht. Darin heißt es: „Das rote Fahrzeug hat nichts mit dem äußeren Erscheinungsbild des eigenen Elektroautos von Avtotor zu tun, an dem derzeit gearbeitet wird. Die in Umlauf gebrachten Fotos zeigen einen von Spezialisten des Moskauer Polytechnikums entwickelten universellen Aggregateträger, mit dem die Funktionsweise aller Systeme des künftigen Fahrzeugs getestet werden kann. Er ermöglicht es, jedes beliebige Aggregat zu installieren und die zu einem einzigen System zusammengebaute Anlage in Bewegung zu testen. Mit diesem Träger können die Systeme künftiger Radfahrzeuge unter realistischen Betriebsbedingungen getestet werden.“ Fürs Erste bleibt der Multipla wohl das hässlichste Auto der Welt. Auch wenn der Tesla Cybertruck, den es in Europa aber wohl nie zu kaufen geben wird, gute Chance auf den Titel hat.
Rubriklistenbild: © Moscow Polytechnic University/PR

