Das steckt hinter den Handbewegungen

Zwei Finger am Lenkrad: Gesten im Straßenverkehr – und was Sie sie kosten können

  • Ulrike Hanninger
    VonUlrike Hanninger
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Den Vogel zeigen, eine lange Nase drehen: Manche „Zeichen“ können im Straßenverkehr teuer werden. Eine Geste kann sogar eine Freiheitsstrafe nach sich ziehen.

In Irland ist es laut irlandnews.com üblich, mit zwei erhobenen und gestreckten Fingern gute Bekannte im Straßenverkehr zu grüßen. Die übrige Hand bleibt dabei am Lenkrad. Diese und weitere Gesten trifft man auch auf deutschen Straßen an. Doch Vorsicht, nicht alle sind so höfliche gemeint, mit einigen machen Sie sich laut Verkehrsrecht in Deutschland strafbar.

Die Bedeutung von typischen Gesten im Straßenverkehr

Gesten wie zwei erhobene Finger sind im Straßenverkehr höflich gemeint.

Auskunft über die Bedeutung erhalten Sie zum Beispiel bei der R+V Versicherung. Sie informiert darüber, welche Gesten Bußgelder für Autofahrer nach sich ziehen können. Dabei handelt es sich ausnahmslos um Beleidigungen.

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  • Die höchste Strafe drohe laut ruv.de beim Zeigen des Mittelfingers. Bis zu 4.000 Euro müssten Autofahrer zahlen – oder eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr absitzen.
  • Vergleichbar milde komme man im Straßenverkehr davon, wenn man den anderen Verkehrsteilnehmern den Vogel zeigt. Die Anzeige für das Tippen an die Stirn kann bis zu 750 Euro kosten.
  • Was bei Kindern noch säuerlich lächelnd akzeptiert wird, kann Erwachsene am Steuer 100 bis 700 Euro ärmer machen. Die Geste, jemandem eine lange Nase zu drehen, sollte man sich also tunlichst verkneifen. 

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Zwei Finger am Lenkrad und weitere freundliche Gesten

Wie die irische Geste der zwei Finger am Lenkrad gibt es auch hierzulande einige freundliche Handbewegungen. So wird Nicken im Straßenverkehr häufig als Zeichen des Danks genutzt, etwa, wenn einem an einer Kreuzung mit Rechts-vor-links-Regelung die Vorfahrt gewährt wird. Daumen hoch wird ebenfalls unmissverständlich als positiv wahrgenommen. Die Geste ist universal einsetzbar. Ein Winken beziehungsweise Wedeln mit der Hand wird in der Regel als Erlaubnis zum Einordnen oder des Vorbeilassens verstanden. Dazu noch ein Lächeln im Gesicht – und Sie kommen ohne Strafe entspannt durch den Verkehr.

Rubriklistenbild: © Cavan Images/Imago

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