Diesel und Benzin vertauscht

Diesel und Benzin verwechselt? So handeln Autofahrer richtig, wenn falsch getankt wurde

An der Tankstelle zum falschen Zapfhahn gegriffen, Diesel und Benzin verwechselt? Das kann teuer werden. Was Autofahrer unbedingt lassen sollten, um hohe Reparaturkosten zu vermeiden.

Ein unaufmerksamer Moment reicht und schon ist es passiert: Der Zapfhahn läuft – mit dem falschen Sprit. Einen Benziner mit einem Diesel zu betanken und andersrum kann teuer werden. Da hilft es auch nicht, zu einer Uhrzeit getankt zu haben, wenn der Sprit am günstigsten ist.

Neben der Schädigung des Motors kann bei modernen Dieselfahrzeugen zusätzlich die Einspritzanlage beschädigt werden. Sollte das der Fall sein, so kommen auf den Fahrzeughalter schlimmstenfalls Kosten im vierstelligen Bereich zu.

Diesel und Benzin verwechselt? So handeln Autofahrer richtig, wenn falsch getankt wurde

Was tun, wenn Diesel und Benzin vertauscht wurden? Wurde ein Fahrzeug mit dem falschen Sprit betankt, so sollte der Motor auf keinen Fall angelassen oder unverzüglich abgestellt werden. Nach Absprache mit einer Werkstatt kann entweder vorsichtig weitergefahren werden oder es muss je nach Fahrzeugtyp der Tank leer gesaugt werden. Das kostet je nach Werkstatt und Tankgröße zwischen 150 und 200 Euro.

Laut der „Autozeitung“ kommt eine Verwechslung von Benzin mit Diesel seltener vor als andersherum. Denn der Diesel Einfüllstutzen ist breiter ist als der Benzinhahn. Dieselmotoren reagieren generell sehr empfindlich auf Benzin, da das Benzin den nötigen Dieselfilm zerstört.

Mit E10 statt Super E5 getankt? Autofahrer können das Problem mit einem Trick lösen

Und wie sieht es bei E10 und E5 aus? Wenn das Fahrzeug auch für E10 freigegeben ist, müssen sich Autofahrer gar keine Sorgen machen. Sollte das nicht der Fall sein, so kann eine Verwechslung von E5 und E10 zu ernsthaften Schäden führen.

Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) rät in diesem Fall, die Hinweise des Fahrzeugherstellers zu beachten. Allerdings reicht es in vielen Fällen auch einfach, den Tank mit ethanolarmem Treibstoff, zum Beispiel Super Plus aufzufüllen, um somit ein unkritisches Mischverhältnis zu erreichen. Wenn der Tank schon voll mit E10 ist, so kann das vollständige Abpumpen erforderlich sein. 

AdBlue im Dieseltank – ist das ein Problem?

Doch an manchen Tankstellen gibt es noch etwas, das direkt an der Tanksäule gezapft werden kann: AdBlue. Sollte AdBlue in den Dieseltank kommen, so muss das Gemisch nicht nur abgepumpt werden, sondern der Tank muss zusätzlich gründlich gereinigt werden.

Wie der ADAC berichtet, ist das AdBlue extrem schädlich für die Leitungen und sollte der Motor mit diesem Gemisch betrieben werden, so können ähnlich hohe Kosten auf den Fahrzeughalter zukommen wie bei der Fehlbetankung mit Benzin.

Übrigens: Wer Sprit sparen will, der sollte bestimmte Fehler vermeiden. echo24.de berichtet außerdem, warum Autofahrer beim Tanken immer auf das „Klick“ achten sollten. (Von Nils Jauß)

Rubriklistenbild: © Daniel Reinhardt/dpa

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