Statt im Portemonnaie

Führerschein auf dem Smartphone: App macht’s möglich

  • Simon Mones
    VonSimon Mones
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Die Smartphone-App Verimi ermöglicht es, den Führerschein auf dem Smartphone zu speichern. Bei einer Polizeikontrolle reicht das aber nicht aus.

Es ist ein Problem, das wohl viele Menschen kennen: Der Platz in der Geldbörse ist beschränkt, doch neben dem Personalausweis und zahlreichen Karten muss auch noch der Führerschein mit. Manchmal wird es dann eng. Abhilfe schafft da beispielsweise die Möglichkeit, mit dem Handy zu bezahlen. Wer aber Geld abheben will, muss immer noch zur Giro- oder Kreditkarte greifen. Warum nicht also den Führerschein daheim lassen und stattdessen im Smartphone speichern?

Führerschein auf dem Smartphone: App machts möglich

Klingt verboten, ist aber tatsächlich möglich. Neben dem digitalen Führerschein lässt sich beispielsweise auch der Personalausweis digital speichern. Möglich wird das mithilfe der App Verimi, in der sich neben Ausweisdokumenten auch die Impfzertifikate hinterlegen lassen und nun eben auch eine digitale Version der Fahrerlaubnis, wie das Verbraucherportal chip.de berichtet.

Dank einer App kann man den Führerschein legal am Smartphone speichern. (Symbolbild)

Die App ermöglicht es den Nutzern, sich bequem und sicher bei Verimi-Partner einzuloggen und sich dort digital auszuweisen und Verträge digital zu unterschreiben. Auch eine digitale Zahlung ist über die Smartphone-Anwendung möglich. Von den Behörden wird die Verimi-App allerdings noch nicht akzeptiert.

Bußgeldkatalog: Mit welchen Geldstrafen Verkehrssünder rechnen müssen

Streit um Tempolimit für Ortsdurchfahrt
Wer außerorts 16 bis 20 km/ zu schnell fährt und erwischt wird, zahlt statt früher 30 nun 60 Euro, auch hier gilt: je schneller, desto teurer. In vielen Fällen – also bei den Stufen der Geschwindigkeitsüberschreitungen – handelt es sich um eine Verdopplung der Bußgelder.
 Auch die vorschriftswidrige Nutzung von Gehwegen, Radwegen und Seitenstreifen durch Fahrzeuge wird teurer. Verstöße werden statt mit bis zu 25 Euro mit bis zu 100 Euro Geldbuße geahndet. M
Manche Verstöße würden entsprechend auch für Radfahrer teurer, wie der ADFC mit Blick auf den neuen Bußgeldkatalog erläuterte.
Bußgeldkatalog: Mit welchen Geldstrafen Verkehrssünder rechnen müssen

Heißt im Klartext: Der Führerschein kann zwar legal auf dem Smartphone gespeichert werden, muss aber dennoch weiter im Portemonnaie mitgeführt werden. Bei einer Polizeikontrolle muss er nach wie vor als Karte vorgelegt werden, ansonsten droht ein Bußgeld.

Führerschein auf dem Smartphone: App der Bundesregierung scheitert

Ganz neu ist die Idee eines digitalen Führerscheins jedoch nicht. Ein entsprechendes Projekt vom ehemaligen Verkehrsminister Andreas Scheuer (48, CSU) scheiterte jedoch 2021 krachend. Dabei war das Pilotprojekt „ID Wallet“ von den Nutzern von Beginn an stark nachgefragt.

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Doch genau das erwies sich als Problem und war letztlich einer der Sargnägel für den Führerschein auf dem Handy. Denn die App war nicht in der Lage, die Vielzahl an Anfragen zu verarbeiten, was bei den meisten Nutzern für viel Frust sorgte. Hinzu kamen weitere Probleme und Kritik von Sicherheitsexperten des Chaos Computer Clubs, sodass die App ID Wallet im Oktober 2021 eingestellt wurde. Seither ist es still um das Projekt geworden.

Rubriklistenbild: © Ole Spata/dpa

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