Achtung, rutschig!
Fahren auf glatten Straßen: So reagieren Autofahrer richtig
VonLisa Kleinschließen
Im Winter kann es vor allem auf den Straßen schnell gefährlich werden. Der Deutsche Wetterdienst warnt regelmäßig vor Glatteis. Mit diesen Tipps kommen Autofahrer auch bei Schnee und Glätte sicher ans Ziel.
Der Winter stellt Autofahrer immer wieder vor große Herausforderungen: Schnee, Eis und Glätte sorgen für gefährliche Situationen auf den Straßen. Bewohner aus bergigen Regionen kennen solche Wetterlagen bestens, doch früher oder später – meistens überraschend – kommt der Winter dann auch im Flachland an. Damit Autofahrer trotz Wetter-Chaos sicher ans Ziel kommen, gibt der „ADAC“ ein paar wertvolle Tipps.
Das allerwichtigste vorab: Wer noch keine Winterreifen auf dem Auto hat, sollte sich spätestens jetzt um einen Termin bemühen oder selbst anpacken. Wer Winterreifen auf dem Auto hat, ist deutlich sicherer unterwegs als Autofahrer mit Sommerreifen. Winterreifen laut „ADAC“ „von Oktober bis Ostern“ drauf sein – generell gilt allerdings: besser etwas zu früh als zu spät. Dabei sollte auf ein bestimmtes Symbol geachtet werden, denn seit Oktober 2024 gibt es neue Regeln bei den Winterreifen.
Autofahren bei Eis und Glätte: Das ist im Winter auf den Straßen wichtig
Ist bereits der erste Schnee gefallen oder das Auto zugefroren, sollte das Fahrzeug komplett von Schnee und Eis befreit werden. Sowohl der gesamte Sichtbereich als auch der Rest des Autos. Denn: Wer beispielsweise Schnee auf dem Dach hat, stellt vor allem für andere Autofahrer, aber auch für sich selbst ein Risiko dar. Bei starken Bremsungen oder hohen Geschwindigkeiten, etwa auf der Autobahn, weht der Schnee vom Dach und behindert die Sicht. Ein Eiskratzer und ein Schneebesen sollten deshalb immer im Auto parat liegen. echo24.de erklärt, mit welchem einfachen Trick die Scheibe eisfrei bleibt.
Bereits ab vier Grad Außentemperatur kann es aufgrund von Bodenfrost auf den Straßen glatt werden. Deshalb gilt generell bei diesen Temperaturen und vor allem, wenn Schnee liegt: Nicht zu schnell fahren und genügend Abstand zum Vordermann lassen, sodass im Ernstfall nicht direkt aufgefahren wird. Zudem sollten ruckartige Lenkbewegungen vermieden werden – übrigens nicht nur, wenn es glatt ist.
Autofahren bei Schnee und Eis: Mit diesen Tipps sicher durch den Winter
Wenn es glatt ist oder möglicherweise glatt sein könnte, empfiehlt der „ADAC“ eine Bremsprobe auf freier Strecke zu machen, „wenn keine Gefahr für andere besteht“. So bekommen Autofahrer ein besseres Gefühl für die Straßenverhältnisse und den Bremsweg. Der kann laut „ADAC“ übrigens „fünf Mal so lang sein wie auf trockenem Asphalt“. Wer bei dem Versuch keine Kontrolle über das Auto hat, sollte sein Fahrzeug besser stehen lassen.
Manchmal hilft von vornherein alles nichts: „Ist die Fahrbahn mit Eis überzogen, etwa nach Eisregen, hilft nur eins: Auto stehen lassen, Straßendienst abwarten. Die Haftung zwischen Reifen und Straße ist gleich null“, schreibt der „ADAC“.
Zudem warnt der „ADAC“ zur Vorsicht bei schwankenden Temperaturen. Denn bei Temperaturschwankungen kann sich während der Fahrt die Fahrbahnoberfläche ständig verändern und eine gefährliche Überraschung darstellen. Wer sich Autofahren in diesen Situationen nicht zutraut, sollte besser auf den Bus oder die Bahn ausweichen – oder ein Fahrsicherheitstraining absolvieren.
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