Teure Konsequenzen
Diese Regeln sollten Autofahrer im Herbst beachten – Bußgelder drohen
- VonSophia Lavcanskischließen
Der Herbst ist da und das Wetter wird für Autofahrer deutlich anspruchsvoller. In der nasskalten Jahreszeit gibt es einige Regeln zu beachten – wer sie missachtet, muss mit teuren Konsequenzen rechnen.
Graue Regentage sind im Herbst keine Seltenheit. Mitunter können die Temperaturen auch in den Minusbereich fallen – mancherorts sind auch Schneefall und Glatteis möglich. Vor allem für Autofahrer hält das Herbstwetter einige Herausforderungen bereit. Um sicher unterwegs zu sein und zum Teil hohe Bußgelder zu vermeiden, lohnt es sich, einige wichtige Regeln zu kennen.
Schlechte Sicht bei Herbst-Wetter: Bei Regen und Nebel das richtige Licht anschalten – sonst wird’s teuer
Im Herbst und im Winter ist es durch Dunkelheit und Wetter besonders wichtig, auf funktionierende und ausreichende Beleuchtung zu achten. Auch wenn sich viele auf die Lichtautomatik ihrer Autos verlassen, ist diese je nach Wetterlage gar nicht ausreichend, da sie nur auf Lichtverhältnisse und nicht auf schlechte Sicht wie Regen oder Nebel reagieren kann. Hier ist Eigeninitiative gefordert.
Bei Nebel und Schneefall sollte laut dem „ADAC“ davon abgesehen werden, das Fernlicht einzuschalten, da das die Sicht noch weiter einschränken kann. Stattdessen ist bei Sichtbehinderungen das Abblendlicht anzuschalten. Laut dem „Bußgeldkatalog“ müssen Fahrer, die „kein Abblendlicht am Tage trotz Sichtbehinderung durch Nebel, Schneefall, Regen“ innerorts bis zu 25 Euro und außerorts sogar 60 Euro Strafe zahlen.
Für alle, die sich unsicher sind, hat echo24.de zusammengefasst, was bei schlechter Sicht, etwa durch Nebel, zu beachten ist. Viele Autofahrer sind sich auch unsicher, wann welches Licht zu benutzen ist. echo24.de erklärt, welche Regeln zu der Nebelschlussleuchte zu beachten sind.
Schmutziges Nummernschild oder dreckige Scheinwerfer: Das kann teuer werden
Wer gerne ein astrein glänzendes Auto fährt, für den ist das herbstliche Wetter ein Albtraum. Im Herbst regnet es meist viel, der Boden ist dreckig und von den Bäumen fällt alles Laub herab. Nun ist es besonders wichtig, sein Auto zumindest in Maßen sauber zu halten, um Bußgeldern aus dem Weg zu gehen.
Zum einen sollte immer darauf geachtet werden, dass das Autokennzeichen nicht von Schmutz oder Laubblättern bedeckt ist. Für dreckige Autokennzeichen drohen Bußgelder: Bis zu fünf Euro werden fällig.
Weiter sollten auch die Scheinwerfer immer frei von Dreck und Laub sein. Laut dem „Bußgeldkatalog“ kann bei einer verdreckten oder beschmutzten Beleuchtungseinrichtungen nämlich eine Strafe von 20 Euro, bei Gefährdung 25 Euro und mit Sachbeschädigung sogar 35 Euro fällig werden.
Sicher durch den Straßenverkehr: Die falschen Reifen im Herbst können teuer werden
Der Einbruch der Herbst- und Winterzeit heißt für viele Autobesitzer vor allem eines: Reifentausch. Denn gerade bei sinkenden Temperaturen greift die Winterreifenpflicht wieder. „Das heißt, dass man bei winterlichen Straßenverhältnissen, also bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte, nur mit Winterreifen fahren darf“, erklärt der ADAC.
Wer doch mit Sommerreifen bei winterlichen Straßenverhältnissen fährt und dabei erwischt wird, muss mit einer Straße von 60 Euro rechnen. Behindert dieses Vergehen den Straßenverkehr, kostet es 80 Euro, gefährdet es ihn, kostet es 100 Euro und bei einer Unfallfolge aufgrund der Reifen drohen sogar 120 Euro. In allen Fällen gibt es zu der hohen Strafe noch einen Punkt in Flensburg mit dazu.
echo24.de erklärt, worauf es beim Kauf von Winterreifen ankommt. Für einige Autofahrer können auch Allwetterreifen eine sinnvolle Alternative zu Sommer- und Winterreifen darstellen.
Sicherheitsabstand im Herbst: Darauf sollten Autofahrer achten
Auch der Sicherheitsabstand spielt im Winter eine entscheidende Rolle: Bei Regen, Schnee und Eis kann die Straße ganz schön rutschig sein und den Bremsweg des Autos deutlich verlängern, auch Aquaplaning kann zum Problem werden. Somit ist es immer gut, den Mindestsicherheitsabstand den Wetterverhältnissen jeweils anzupassen, aber prinzipiell lieber zu viel als zu wenig Abstand zu halten.
Auch bei Nebel ist es wichtig, dem Vordermann nicht auf die Pelle zu rücken, da sich die Sichtweite je nach Dichte des Nebels auf wenige Meter beschränken kann. Der ADAC gibt als Faustformel bei Nebel an, den Mindestabstand in Metern an der Geschwindigkeit in Kilometern pro Stunde anzupassen. Das bedeutet, dass man bei Tempo 50 mindestens 50 Meter Abstand zum Vordermann halten solle.
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