Alle wieder ab ins Büro?
Nach Homeoffice-Forderung des Audi-Chefs: Betriebsrat mit klarer Ansage
VonLisa Kleinschließen
Audi-Chef Gernot Döllner fordert, dass bestimmte Mitarbeiter mehr Präsenz im Unternehmen zeigen. Der Betriebsrat-Chef Jörg Schlagbauer äußert sich zur Homeoffice-Debatte – und findet klare Worte.
Beim Thema Homeoffice gehen die Meinung weit auseinander. Oft sind sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht einig, wie viel Homeoffice wirklich sinnvoll ist. Während der Corona-Pandemie war klar: Wer seinen Job auch im Homeoffice ausüben kann, bleibt Zuhause. Arbeitgeber waren angehalten, das auch zu ermöglichen.
Doch mit dem Ende der Corona-Maßnahmen und der Homeoffice-Pflicht kam für viele die Rückkehr ins Büro. Die meisten Unternehmen fahren inzwischen ein Hybrid-Modell. Bei Audi können Mitarbeiter bisher von einer flexiblen Homeoffice-Regelung profitieren – noch. Denn das könnte sich ändern – zumindest, wenn es nach Chef Gernot Döllner geht. Der Audi-Chef hat eine klare Forderung: Bestimmte Mitarbeiter sollen wieder ins Büro.
Wie die „Heilbronner Stimme“ exklusiv berichtet, soll der Audi-Chef in einer Vorstandssitzung deutlich gemacht haben, dass Führungskräfte wieder mehr vor Ort sein sollen. Doch so einfach ist das tatsächlich.
Nach Homeoffice-Forderung: Betriebsrat schießt gegen Audi-Chef
Wer bei Audi angestellt ist und nach der Ansage von Gernot Döllner ein rasantes Homeoffice-Aus fürchtet, kann vorerst aufatmen. Denn: Die geltende Betriebsvereinbarung besagt, dass mobiles Arbeiten nach Absprache mit dem direkten Vorgesetzten nicht beschränkt ist, wenn es die Tätigkeit zulässt. Und das soll auch so bleiben.
Wie die „Heilbronner Stimme“ berichtet, äußert sich Audis neuer Betriebsrats-Chef Jörg Schlagbauer mit deutlichen Worten zu der Homeoffice-Diskussion. Er stellt klar: „Die Betriebsvereinbarung gilt und ist nicht gekündigt“. Die „Heilbronner Stimme“ berichtet ausführlich, welche Haltung der Betriebsrat zu einer strengeren Homeoffice-Regelung bei Audi hat.
Audi, Mercedes, BMW und Co. – das bedeuten die Logos der beliebten Automarken




Dabei wird deutlich: Für den Betriebsrat ist die Diskussion mit den klaren Worten durch Jörg Schlagbauer so gut wie beendet – allerdings wohl nicht im Sinne von Audi-Chef Gernot Döllner. (Alexander Schnell/Lisa Klein)
Rubriklistenbild: © Audi AG
