Schadens-Auswertung

Neue Typklassen: 7,1 Millionen Autofahrer 2025 bei der Kfz-Versicherung höher eingestuft

  • Sebastian Oppenheimer
    VonSebastian Oppenheimer
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Wie hoch werden die Kosten für die Autoversicherung im Jahr 2025 sein? Ein wichtiger Faktor ist die Typklasse des eigenen Autos – diese wurden neu berechnet.

Reparaturen, Wartung, Steuern und Sprit (oder Strom) – all das macht Autofahren kostspielig. Und dann ist da natürlich auch noch die Versicherung: Eine Haftpflichtversicherung ist für jedes Auto vorgeschrieben – ob man sein Fahrzeug zusätzlich noch Teil- oder Vollkasko versichert, hängt unter anderem vom Alter und Wert des Fahrzeugs ab. Wie hoch die Prämie für die jeweilige Versicherung ausfällt, wird durch mehrere verschiedene Faktoren bestimmt. Einer davon sind beispielsweise die Regionalklassen, die jedes Jahr neu berechnet werden. Ein weiterer Faktor sind die Typklassen, die nun für das Jahr 2025 festgelegt wurden.

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Typklassen-Einstufung bei der Kfz-Versicherung: Was das bedeutet

Während es bei der Einstufung der Regionalklassen um die Schadens- und Unfallbilanz einer bestimmten Region geht (die, in der das Fahrzeug zugelassen wird) – richten sich die Typklassen nach dem Fahrzeugmodell. Die Logik dahinter ist sehr simpel: Passieren mit einem Modell wenig Unfälle und es kommt damit zu relativ geringen Schäden – dann wird das Fahrzeug in eine niedrige Typklasse eingestuft und die Versicherungsprämie ist entsprechend günstig. Wenn mit einem Fahrzeugtyp besonders teure Schäden verursacht werden, ist die Einstufung entsprechend höher, der Beitrag ist teurer.

Viele Autofahrer werden im kommenden Jahr bei den Typklassen höher eingestuft – ihre Versicherungsprämie dürfte steigen. (Symbolbild)

Kfz-Versicherung: Neue Typklassen für 12 Millionen Autofahrer

Im kommenden Jahr ändern sich nun in Deutschland die Typklassen für mehr als 12 Millionen Autofahrer, wie der Gesamtverband der Versicherer (GDV) mitteilt. Rund 7,1 Millionen Autofahrer werden höher eingestuft als im Vorjahr. Zumeist geht es nur um eine Typklasse hoch oder runter, bei manchen Modellen aber auch mehr. Hier einige Beispiele:

ModellHaftpflicht-Klasse (Veränderung)Vollkasko-Klasse (Veränderung)
Audi SQ5 3.0 TFSI Quattro17 (plus 3)28 (plus 1)
BMW X4 20d xDrive21 (plus 2)27 (plus 1)
Peugeot 3008 1.6 HDi18 (plus 2)20 (-)
Volvo V60 T8 Hybrid AWD17 (plus 2)23 (plus 1)
VW T6 Kombi 2.020 (plus 2)23 (plus 2)

Hohe Typklassen-Einstufungen für SUVs und Oberklasse-Modelle

Generell sehr hoch eingestuft (ohne große Veränderungen im kommenden Jahr) sind Oberklasse-Fahrzeuge und SUVs, beispielsweise 2025 der Audi A8 3.0 TDI Quattro (Haftpflicht: 23, Vollkasko: 30), der Jeep Grand Cherokee 3.6 (22, 28), der Mercedes S350 CDI (23, 30), der Lexus RX 450H Hybrid AWD (21, 33) oder der Range Rover Velar 20D AWD (24, 29).

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Weil bei kleinen und günstigen Autos in der Regel auch die Reparaturkosten verhältnismäßig niedrig sind, werden diese zumeist auch bei den Typklassen entsprechend vorteilhaft eingestuft. Hier einige Fahrzeuge, die im Jahr 2025 sehr niedrig eingruppiert sind:

ModellHaftpflicht-Klasse Vollkasko-Klasse
Ford KA 1.21410
Hyundai i10 1.01512
Nissan Micra 1.21512
Opel Adam 1.21413
Renault Twingo 1.01713
Smart Forto Coupe ED1211
VW Up!1512

Typklassen 2025: Günstigere Einstufungen für 5,1 Millionen Autofahrer

Aber nicht für alle Autofahrer wird es im neuen Jahr zwangsweise teurer: 5,1 Millionen Autofahrer werden künftig niedriger eingestuft – und können mit einer Ersparnis rechnen. Übrigens: Das Typklassenverzeichnis des GDV ist nicht bindend für die Versicherer – die meisten orientieren sich jedoch daran. 

Wer nun wissen möchte, wie sein Auto bei der Typklasse eingestuft ist, kann dies auf dem GDV-Portal herausfinden. Die Regional- und Typklassen sind allerdings nur zwei der Komponenten, aus denen sich die Höhe der Versicherungsbeiträge zusammensetzt. Auch die jährlich gefahrenen Kilometer und der Halter selbst spielen eine wichtige Rolle. Durch steigende Schadensfreiheitsrabatte beispielsweise können die Versicherungskosten für einzelne Autofahrer trotz höherer Regional- oder Typklasse im kommenden Jahr unterm Strich auch sinken.

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