Sicherheit geht vor

Warndreieck richtig aufstellen: Worauf es ankommt und welche Bußgelder drohen

  • Sebastian Oppenheimer
    VonSebastian Oppenheimer
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Ein Unfall oder eine Panne passieren immer überraschend. Zur Absicherung muss dann das Warndreieck aufgestellt werden. Worauf man dabei achten sollte.

Manches Utensil an Bord eines Autos findet im Alltag kaum Beachtung – bei einer Panne oder einem Unfall kann es jedoch Leben retten. Zu dieser Kategorie gehören beispielsweise der Verbandskasten oder auch die Warnwesten. Beides ist im Auto vorgeschrieben – wo man die Sachen verstaut, allerdings nicht. Sollte dann doch einmal etwas passieren, vergeht oft wertvolle Zeit, bis man die Dinge zur Hand hat. Aus diesem Grund sollte man sich rechtzeitig mit den Utensilien vertraut machen. Gleiches gilt auch für das Warndreieck.

Warndreieck aufstellen: Worauf man unbedingt achten sollte

Auch ein Warndreieck ist im Auto nach § 53a Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) immer im Auto mitzuführen. Zugelassen sind hierzulande nur Warndreiecke, die der EU-Norm ECE R27 entsprechen. Darin sind unter anderem bestimmte Werte an Leuchtkraft in der Nacht und Sichtbarkeit am Tag festgelegt. Außerdem muss ein Warndreieck über einen Zeitraum von mindestens drei Minuten einer Windgeschwindigkeit von 60 km/h standhalten können.

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Wichtig ist aber nicht nur zu wissen, wo im Auto man sein Warndreieck verstaut hat, sondern auch, wie man es aufstellt. Bei einem Unfall oder eine Panne unterscheidet sich der Abstand zum Fahrzeug nach den örtlichen Gegebenheiten:

  • Innerorts: 50 Meter
  • Auf Landstraßen: 100 Meter
  • Auf Autobahnen: mindestens 150 Meter

Wer sich mit dem Schätzen von Abständen schwertut, kann sich gut an Leitpfosten orientieren. Diese sind normalerweise in einem Abstand von 50 Metern aufgestellt. Auf der Autobahn entspräche die optimale Entfernung also dem Abstand zwischen vier Leitpfosten. Aufgestellt wird das Warndreieck am rechten Fahrbahnrand.

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Autobahn A7 bei Hamburg.
Stau auf der Autobahn A3 in der Nähe von Köln.
Die Autobahn A1 in Richtung Fehmarn
Fahrzeuge sind auf der Autobahn 4 in Höhe des Rasthofes Frechen in Richtung Köln und Olpe unterwegs.
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Mit dem Warndreieck auf dem Weg zum Aufstellort: Sicherheit geht vor

Doch an stark befahrenen Straßen ist – gerade nachts – der Weg zum Aufstellort extrem gefährlich. Deswegen sollte man zunächst einmal den Warnblinker am Fahrzeug aktivieren und unbedingt immer eine Warnweste anlegen, bevor man den Wagen verlässt, um das Warndreieck aus der Verpackung zu nehmen und zusammenzubauen (was offenbar nicht jeder weiß, wie ein kurioser Vorfall zeigt). Anschließend sollte man sich am äußersten Fahrbahnrand – nach Möglichkeit hinter der Leitplanke – zum Aufstellort begeben. Zusätzliche Sichtbarkeit erreicht man, indem man das Warndreieck auf Brusthöhe vor sich herträgt.

Beim Aufstellen des Warndreiecks sollten einige Grundregeln beachtet werden. (Symbolbild)

Kein Warndreieck aufgestellt: Diese Bußgelder drohen Autofahrern

Neuere Warndreiecke haben laut ADAC eine besonders helle Tag- und eine reflektierende Nachtseite. Je nach Tageszeit muss man darauf achten, die entsprechende Seite entgegen dem Verkehr auszurichten. Wer sein liegengebliebenes Fahrzeug nicht vorschriftsgemäß sichert, muss dem Automobilclub zufolge mit einem Bußgeld von 30 Euro rechnen. Werden andere Autofahrer gefährdet oder kommt es zu einem Unfall, drohen sogar 60 beziehungsweise 75 Euro Bußgeld plus jeweils ein Punkt in Flensburg.

Rubriklistenbild: © agefotostock/Imago

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