Versicherung
Parken vor der eigenen Garage – warum das für Autofahrer teuer werden könnte
VonAnni Gebhardschließen
Gerade keine Lust, die Garage aufzuräumen? Wer jetzt sein Auto lieber vor die eigene Garage parkt, sollte das besser noch einmal überdenken: Denn es könnte teuer werden.
Am Fahrrad herumschrauben, Möbel streichen oder die Winterreifen für den Reifenwechsel herrichten – Wer eine eigene Garage hat, funktioniert diese gerne mal um. Für sämtliche „Do-it-yourself“-Arbeiten muss dafür häufig das Auto weichen und wird vom Eigentümer auch mal die ein oder andere Nacht vor der Garage geparkt. Was die wenigsten wissen: bei einem Schaden kann diese Idee teure Konsequenzen haben.
Parkplatz sollte gut überlegt sein: Auto-Versicherungen dürfen den Anspruch kürzen
Wer beim Abschluss der Kfz-Versicherung die Garage als Stellplatz angegeben hat, sollte sich daran auch halten. Wird das Auto nämlich außerhalb der Garage beschädigt oder sogar geklaut, kann der Versicherer die Leistung reduzieren. Das zeigt auch ein Urteil des Landgerichts Magdeburg: In diesem Fall wurde ein Auto geklaut, welches gegen der Vereinbarung vor statt in der Garage abgestellt wurde.
Es stellte sich heraus, dass der Fahrer sein Auto dreimal die Woche vor der Garage parkte. Der Vertrag, den der Autobesitzer mit seinem Versicher aushandelte, war unter anderem auch günstiger, da der Versicherte angegeben hatte, sein Auto in der Garage zu parken.
Daraufhin verwehrte die Versicherung laut „t-online“ dem Eigentümer trotz Kaskoversicherung 40 Prozent der Schadenzahlung. Nachdem der Autobesitzer vor Gericht gezogen war, konnte er einen Teilerfolg verzeichnen: Sein Versicherer verweigerte im Endeffekt „nur“ noch 30 Prozent der Zahlungen. Für die Diebe war es dennoch ein großer Vorteil, dass das Auto nicht in der abgeschlossenen Garage stand.
Es lohnt sich also nochmal einen Blick in den Vertrag der Kfz-Versicherung zu wagen: Denn es könnte eine Menge Geld sparen.
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