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Profiltiefe von Autoreifen messen: Trick, um hohe Bußgelder zu vermeiden
VonJuliane Reyleschließen
Autofahren im Winter kann gefährlich sein. Dabei sind einige Sicherheitsaspekte zu beachten, wobei die Bereifung des Pkw eine wichtige Rolle spielt.
Glatteis, Graupel und Schnee beeinträchtigen nicht nur die Sicht beim Autofahren, sondern auch die Sicherheit im Straßenverkehr. Der Grund: Die Reifen haften nicht mehr so gut auf der Fahrbahn, wie bei trockenem Wetter. Ein Kartoffeltrick kann für freie Sicht aus dem Auto sorgen, doch es gibt einiges zu beachten, damit die Reifen griffig bleiben – unter anderem das Reifenprofil. Wird nicht auf die Reifen geachtet, droht Autofahrern sogar Bußgeld.
Da es im Winter bei Kälteeinbrüchen für Autofahrer gefährlicher wird, wird das Auto im besten Fall winterfest gemacht. Dazu gehört auch das Aufziehen von Winterreifen. Doch Vorsicht: Auf die Autofahrer kommt eine Änderung zu – ab 2024 dürfen bestimmte Reifen nicht mehr gefahren werden.
So können Autofahrer die Reifenprofiltiefe des Fahrzeugs messen
Das Aufziehen von Winterreifen ist deshalb so wichtig, weil das Profil von Winterreifen für Glätte, Nässe und winterliche Straßenverhältnisse ausgelegt ist. Sind die Reifen jedoch abgefahren, sind auch Winterreifen nicht mehr sicher. Es gilt, die Reifenprofiltiefe zu messen.
Um die Profiltiefe der Autoreifen schnell und einfach zu messen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die sicherste und genaueste Methode soll die Messung mit einem klassischen Profiltiefenmesser sein. Dabei wird das Messgerät auf die Lauffläche des Reifens aufgesetzt und die Messstange bis zum Profilgrund geschoben. Je nach Bauart des Gerätes wird die Profiltiefe analog oder digital angezeigt, wie „Expert Gear“ schreibt. Doch es gibt auch einen Münzen-Trick.
Münzen-Trick: Mit einem Euro die Reifenprofiltiefe des Autos messen
Ist kein Profiltiefenmesser zur Hand, helfen auch unkonventionellere Methoden weiter: Zum Beispiel die Messung mit einer Ein-Euro-Münze. Der Trick dabei ist, dass der Messingrand der Münze genau drei Millimeter breit ist. Ist der Rand der Münze zwischen den Profiltiefen sichtbar, ist die Reifenprofiltiefe von 3 mm unterschritten, wie „24Auto“ schreibt. Allerdings ist diese Methode im Vergleich zu einem Profiltiefenmesser ungenauer.
Wer sich schnell einen Überblick über den Gesamtzustand des Reifens verschaffen will, hat neben der Kontrolle auf optische Anzeichen und Verschleißerscheinungen auch die Möglichkeit, die Abnutzungsanzeige „TWI“ des Reifens zu betrachten. „TWI“ steht für Tread Wear Indicator. Dabei erkennen Autofahrer an sechs Stellen im Profilgrund des Reifens kleine Stege. Liegen diese Stege mit den Profilblöcken auf einer Ebene, ist die gesetzliche Mindestprofiltiefe bereits unterschritten und der Reifen darf nicht mehr gefahren werden, wie „ADAC“ schreibt.
Bis zu 120 Euro Bußgeld und Punkt bei zu geringem Reifenprofil am Autoreifen
Für Autofahrer wichtig zu wissen ist, dass eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern gesetzlich vorgeschrieben ist. Bei Unterschreitung müssen die Reifen sofort ausgetauscht werden. Bei Nichtbeachtung droht Autofahrern ein Bußgeld von bis zu 120 Euro und ein Punkt in Flensburg.
Für ein sicheres Fahren im Straßenverkehr sollten die Reifen jedoch bereits ab einer Profiltiefe zischen 3 mm und 4 mm gewechselt werden, empfiehlt der „ADAC“. Außerdem sollten spätestens nach sechs Jahren die Reifen grundsätzlich gewechselt werden, wie „Autobild“ erklärt. Doch auch für verbotene Autoaufkleber können bis zu 90 Euro Bußgeld fällig werden.
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