CO₂-Preis soll steigen
Tanken wird ab Januar 2024 teurer: Diese Preise drohen Autofahrern
VonAdrian Kilbschließen
Die Koalition verkündete nach harten Haushaltsverhandlungen ihre Sparmaßnahmen. Für Autofahrer gibt es bald spürbare Belastungen: Tanken wird kommendes Jahr teurer. So viel sollen Benzin und Diesel kosten.
Autofahrer waren bereits darauf eingestellt, dass 2024 einige Regeländerungen mit sich bringt. Neben dem Führerschein-Umtausch, der aktuell nach und nach läuft, war klar, dass das Tanken teurer wird. Der Grund dafür ist der steigende CO₂-Preis im kommenden Jahr. Ursprünglich wollte die Bundesregierung diesen von 30 auf 40 Euro pro Tonne CO₂ anheben.
Wie am Mittwoch bekannt wurde, müssen Autofahrer aber wohl noch tiefer in die Tasche greifen. Die Spitzen der Ampelkoalition mussten nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts Milliarden zusammenkratzen, um Löcher zu stopfen. Am Mittwoch verkündeten die Koalitionäre nach langem Ringen ihre Einigung – die Folgen an den Zapfsäulen hat.
CO₂-Preis beim Tanken wird erhöht – diese Preise drohen Autofahrern
So steigt jetzt der CO₂-Preis zum 1. Januar 2024 auf 45 Euro pro Tonne – also nochmal fünf Euro mehr als ursprünglich geplant. 2025 soll der CO₂-Preis dann auf 55 Euro steigen. Nach Angaben des ADAC müssen Nutzer von Benzin-Pkw durch den schnelleren Anstieg mit Zusatzkosten von 1,4 Cent pro Liter rechnen.
Insgesamt werde der Liter Benzin damit zum Jahreswechsel rechnerisch um rund 4,3 Cent teurer. Diesel-Fahrer müssen sich auf zusätzlich 1,6 Cent pro Liter gegenüber den ursprünglichen Planungen einstellen, sodass sich der Liter Diesel um rund 4,7 Cent verteuern dürfte.
Erhöhung des CO₂-Preises noch Anfang 2023 verschoben – wegen Energiekrise
Die Einnahmen aus dem CO₂-Preis fließen in den Klima- und Transformationsfonds, aus dem Projekte unter anderem für Klimaschutz finanziert werden. Genau diesem Fonds hatte das Bundesverfassungsgericht Mitte November 60 Milliarden Euro gestrichen. Das Geld dafür musste die Koalition nun anderweitig auftreiben. Die Bundesregierung hatte noch Anfang 2023 eine Erhöhung des CO₂-Preises wegen der Energiekrise verschoben.
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