Keine Preissenkung in Sicht

ADAC verrät Tricks: So können Autofahrer den hohen Sprit-Preis drücken

  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
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Die Preise für Benzin und Diesel sind seit Monaten auf einem hohen Niveau. Bleibt das jetzt so? Der ADAC verrät, was Autofahrer tun können, um den Preis zu beeinflussen.

Autofahren wird immer teurer. Nicht nur die Preise für Neu- und Gebrauchtwagen schießen in die Höhe – auch der Preis für Benzin und Diesel steigt immer weiter. Das bundesweite Mittel bei den Kraftstoffpreisen in Deutschland hat die Zwei-Euro-Marke noch nicht geknackt. Wann das passiert, ist jedoch scheinbar nur eine Frage der Zeit. echo24.de hat mit dem Allgemeinen Deutsche Automobil-Club (ADAC) gesprochen: Wohin entwickeln sich die Spritpreise in Deutschland aktuell? Ist ein Preissturz in Sicht? Und vor allem: Was können Verbraucher tun?

ADAC kritisiert zu hohe Sprit-Preise an den Tankstellen in Deutschland – „nicht verbraucherfreundlich“

Der Ausgangspunkt für die aktuell extrem hohen Kraftstoff-Preise liegt im Frühjahr. „An den Tankstellen haben wir seit Februar/März ein viel zu hohes Preisniveau“, erklärt ein Sprecher des „ADAC“ im Gespräch mit echo24.de. Das Problem: „Der Ölpreis ist zwischenzeitlich gesunken, das Ganze hat sich aber nicht an den Zapfsäulen widergespiegelt“.

Der „ADAC“ kritisiert immer wieder, dass die sinkenden Preise nicht gleichermaßen an die Verbraucher weitergegeben werden. „Andersrum, wenn Öl teurer wird, werden die gestiegenen Preise sofort weitergegeben. Das ist nicht verbraucherfreundlich“, erklärt der Unternehmenssprecher.

Preise für Benzin und Diesel auf hohem Niveau – kein Sprung nach unten in Sicht

Im Vergleich zum Frühjahr ist in den vergangenen Monaten der Ölpreis tatsächlich wieder gestiegen. Die ohnehin zu hohen Preise sind weiter erhöht worden. Moment, liegen die Preise für Super E10 im bundesweiten Mittel bei rund 1,88 Euro – Diesel liegt aktuell bei rund 1,85 Euro (Stand: 27. September).

Größe Sprünge bei der Preisentwicklung nach unten gibt es derzeit nicht – und sind auch nicht in Sicht. Wo genau sich die Kosten für Benzin und Diesel hinentwickeln und wann die Zwei-Euro-Marke im bundesweiten Mittel geknackt wird, sei schwer einzuschätzen.

Sparen beim Tanken trotz steigender Sprit-Preise – ADAC gibt Tipps

Der „ADAC“ rät Autofahrern vor allem zwei Dinge: Preise vergleichen und zur richtigen Uhrzeit tanken. echo24.de berichtete bereits, zu welcher Uhrzeit die Preise von Benzin und Diesels sinken. Laut „ADAC“ ist es deutlich günstiger, abends statt morgens oder am Nachmittag zu tanken. Zwischen 18 und 19 Uhr sowie 20 und 22 Uhr sind die Preise für Benzin und Diesel am niedrigsten. Das haben bundesweite Auswertungen ergeben.

Vor allem sollten Autofahrer aber auch die Preise an den Tankstellen vergleichen. Dafür gibt es Webseiten und auch Apps, in denen live geschaut werden kann, wie hoch die Spritpreise derzeit in der Region sind. echo24.de erklärt, wie Autofahrer die billigste Tankstelle finden. Die günstigste Tankstelle anzusteuern, ist laut ADAC nicht nur für den einzelnen Verbraucher von Vorteil.

„Das ist auch gut für den Wettbewerb“, erklärt der „ADAC“-Sprecher gegenüber echo24.de. Wenn der Großteil der Autofahrer nur noch die günstigste Tankstelle in einer Region ansteuert, hat das „eine Sogwirkung“. Das könnte kurz- und auch langfristig dazu führen, dass die teureren Tankstellen mit ihren Sprit-Preisen aufgrund von ausbleibender Kundschaft heruntergehen.

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