Neu bei der Hauptuntersuchung
TÜV-Änderung geplant: So viel kostet die Neuerung Autofahrer künftig
VonAnni Gebhardschließen
Alle zwei Jahre steht für Autos die Hauptuntersuchung an. Beim TÜV droht nun eine Änderung, die für Fahrzeughalter mehr Kosten und Aufwand bedeuten könnte.
Alle zwei Jahre muss das Auto zum Doktor – die Hauptuntersuchung (HU) beim Technischen Überwachungs-Verein (TÜV) steht an. Hier wird das Auto auf Herz und Nieren geprüft. Bei Neuwagen wird der TÜV erstmals nach drei Jahren fällig. Werden Mängel festgestellt, muss der Wagen repariert werden. Ansonsten gibt es keine neue TÜV-Plakette und das Auto ist damit nicht mehr für den Straßenverkehr zugelassen. Eine wichtige Änderung will jetzt die Regeln bei der Hauptuntersuchung (HU) verschärfen: Für Autofahrer drohen mehr Kosten und Aufwand.
Das Jahr 2024 hält viele Veränderungen für Autofahrer bereit. Was bleibt, ist die HU beim TÜV. Autofahrer sollten den Unterschied zwischen den zwei Begriffen „HU“ und „TÜV“ kennen, denn alle zwei Jahre ist es wieder so weit. Eine geplante Änderung der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) könnte Fahrzeughalter jetzt ziemlich verärgern.
Neuerung im Straßenverkehr: Autofahrer drohen mehr Kosten und Aufwand beim TÜV
„Eine nutzerfreundliche Struktur“: So beschreibt das Bundesministerium für Verkehr und Digitales den neuen Entwurf der StVZO. Auf Wunsch des Bundesrates erarbeitete die Bundesregierung eine Neufassung der Zulassungs-Ordnung. Aktuell wird der Änderungsvorschlag vom Bundesjustizministerium geprüft. Nach dem Schreiben soll die sogenannte „Mängelschleife“ aus der Hauptuntersuchung wegfallen. Aber was ist die „Mängelschleife“ eigentlich genau?
Mängelschleife bei der Hauptuntersuchung fällt weg: Fahrer müssen künftig zur Nachprüfung antanzen
Die Mängelschleife erlaubt, dass die bei der Hauptuntersuchung festgestellten Mängel noch am selben Tag behoben werden dürfen. Als Mangel gilt zum Beispiel schon ein falscher Reifendruck oder abgenutzte Bremsbeläge. In der Vergangenheit galt die Hauptuntersuchung in solchen Fällen trotzdem als bestanden. Voraussetzung: Der Mangel wird noch am selben Tag von der Werkstatt behoben. Diese Regelung fällt mit der Neufassung der StVZO weg.
Konkret bedeutet das für Autofahrer, dass sie ab sofort einen neuen Termin zur Nachprüfung vereinbaren müssen. Das gilt auch, je nach TÜV-Prüfer, für einen falschen Reifendruck. Die Kosten für eine Nachprüfung belaufen sich auf etwa 30 Euro. Zudem muss die Untersuchung innerhalb eines Zeitraums von 30 Tagen wiederholt werden. Für Fahrzeughalter bedeutet das also mehr Kosten und Aufwand für die TÜV-Plakette.
echo24.de erklärt, wie die TÜV-Plakette richtig gelesen wird und für welche Jahre die verschiedenen Farben stehen. Wer übrigens ohne gültige TÜV-Plakette unterwegs ist, muss mit saftigen Bußgeldern rechnen.
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