Probleme mit der Kraftstoffpumpe

Rückruf von Mercedes: Knapp 590.000 Fahrzeuge müssen in die Werkstatt

  • Sebastian Oppenheimer
    VonSebastian Oppenheimer
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Der Stuttgarter Autobauer Mercedes ruft weltweit knapp 590.000 Fahrzeuge zurück. Bei den Fahrzeugen kann die Kraftstoffpumpe ausfallen.

Wenn ein Autobauer Fahrzeuge in die Werkstätten zurückrufen muss, dann ist das in der Regel mit viel Zeitaufwand und auch dementsprechenden Kosten verbunden. Natürlich kommt es immer darauf an, ob man ein Problem per Software-Update lösen kann – vielleicht sogar Over-the-Air, wie es bei Tesla oft der Fall ist – und es hängt vom Umfang der Aktion ab. BMW etwa hatte kürzlich einen relativ überschaubaren Rückruf veröffentlicht – bei Mercedes geht es nun in eine deutlich größere Dimension: Der Stuttgarter Autobauer muss weltweit knapp 590.000 Fahrzeuge zurückrufen.

Antrieb kann ausfallen: Mercedes ruft weltweit 589.799 Fahrzeuge zurück

Erst kürzlich hatte die US-amerikanische Straßenverkehrssicherheitsbehörde National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) verkündet, dass in den Vereinigten Staaten mehr als 140.000 Mercedes-Fahrzeuge wegen eines möglichen Ausfalls der Kraftstoffpumpe in die Werkstatt gerufen werden. Nun hat auch das Kraftfahrtbundesamt (KBA) zur offenbar gleichen Problematik einen Rückruf veröffentlicht.

Laut dem KBA-Rückruf mit der Referenznummer „012934“ muss der Stuttgarter Autobauer weltweit 589.799 Fahrzeuge zurückrufen. In Deutschland sind von dem Rückruf der Meldung zufolge 28.153 Mercedes-Fahrzeuge betroffen. Wie es in der Mitteilung heißt, kann sich ein „nicht der Spezifikation entsprechender Impeller des Kraftstofffördermoduls“ verformen und am Gehäuse anliegen, „sodass durch den Widerstand die Kraftstoffförderung abgestellt wird.“ Infolgedessen kann der Antrieb des Wagens ausfallen.

Der Stuttgarter Autobauer Mercedes muss laut KBA weltweit knapp 590.000 Fahrzeuge zurückrufen. (Symbolbild)

Mercedes-Rückruf: Zahlreiche Modelle der Baujahre 2021 bis 2023 betroffen

Der Rückruf mit dem Mercedes-Herstellercode „4790205“ betrifft Fahrzeuge der C-Klasse, E-Klasse, G-Klasse und S-Klasse, sowie die Modelle CLS, SL, AMG GT, GLC, GLE und GLS. Der Defekt tritt bei den Baujahren 2021 bis 2023 auf. Vorfälle, bei denen es zu Sach- oder Personenschäden durch die Problematik kam, sind laut KBA bislang nicht bekannt. In der Werkstatt wird als Abhilfemaßnahme das Kraftstofffördermodul ersetzt.

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In Deutschland sind Autobauer dazu verpflichtet, Mängel dem Kraftfahrtbundesamt (KBA) zu melden, sobald ein Produkt „eine Gefahr für die Fahrzeuginsassen oder andere Verkehrsteilnehmer“ darstellen kann. Doch auch Privatpersonen können sich beim KBA melden, wenn sie der Meinung sind, dass ihr Fahrzeug einen sicherheitsrelevanten Mangel hat. Vor kurzem stellte die Behörde zu diesem Zweck den sogenannten Mangelmelder online – mit diesem Online-Formular soll die Zeitspanne verkürzt werden, bis eventuell ein Rückruf angeordnet wird.

Rubriklistenbild: © Arnulf Hettrich/Imago

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