No-Gos

Essen schlürfen, Ärmel hochkrempeln, Kaugummis kauen: Zehn kuriose Anstandsregeln aus der ganzen Welt

Mann isst japanische Nudeln.
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In westlichen Restaurants würden Menschen, die beim Essen laute Geräusche von sich geben, eher irritierte Blicke ernten – in Japan ist das aber durchaus üblich, wenn nicht sogar erwünscht. Es gilt als Kompliment an den Koch und ist ein Zeichen des Dankes.
Whiskeygläser stehen auf einem Tablett im Restaurant.
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Lecker ausgehen und die traditionellen Gerichte des Urlaubslandes genießen, gehört für viele Reisende dazu. In Frankreich sollten Sie sich aber hüten, einen Scotch oder Martini vor dem Abendessen zu bestellen, wie Remitly herausgefunden hat. Beidem wird nachgesagt, dass sie den Gaumen betäuben und somit das Geschmackserlebnis vermindern. Ein No-Go für die Franzosen.
Ein Mann steht vor weißen Rillen am Boden, die als Blindenleitsystem genutzt werden.
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Hierzulande achtet niemand sonderlich darauf, wenn jemand in Turnschuhen herumläuft – in Kolumbien wird allerdings sehr auf das äußere Erscheinungsbild geachtet. Tennisschuhe werden daher nur für Tennis und Joggingschuhe nur fürs Joggen angezogen.
Ein Mann mit hochgekrempelten Ärmel und einer Uhr ums Handgelenk
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In der Mongolei wird es als unhöflich angesehen, die Handgelenke zu entblößen, besonders, wenn man ein Geschenk erhält. Daher sollten Sie die Ärmel niemals hochkrempeln, wie Remitly informiert.
Eine Frau mit Tacos in der Hand.
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Tacos sind ein beliebtes Fast-Food-Gericht der mexikanischen Küche. Die mit allerlei Zutaten gefüllten Mais- oder Weizentortillas sind gerade für Ungeübte schwer zu essen, ohne eine Kleckerei zu veranstalten. Trotzdem sollten Sie nicht zu Gabel und Messer greifen, um sich die Speise zu Gemüte zu führen – Tacos werden üblicherweise immer mit den Händen gegessen.
Menschen sitzen in einem Café in Venedig.
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Bei manchem, was der Nicht-Italiener mit traditionellen italienischen Gerichten anstellt, würden die Einheimischen wohl am liebsten die Hände über dem Kopf zusammenschlagen – Ananas auf Pizza oder Spaghetti mit dem Messer schneiden sind nur zwei davon. Aber auch Parmesan aufs Essen streuen, wenn es nicht explizit dazu gereicht wurde, kommt nicht unbedingt gut an. Nicht auf Pizza und schon gar nicht auf Fischgerichten.
Zwei Frauen stehen Arm in Arm, eine von ihnen macht eine Kaugummiblase.
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Auch in Deutschland ist es nicht unbedingt gerne gesehen, wenn das Gegenüber lautstark auf einem Kaugummi herumkaut. Doch noch verpönter ist es in Luxemburg, insbesondere in einem professionellen Umfeld. Wenn möglich, sollten Sie es also am besten ganz sein lassen.
Frau zeigt vor einem Hügel in Colorado den Daumen nach oben.
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In Indonesien sollten Sie nicht mit dem Zeigefinger auf Leute zeigen – das wird als unhöflich angesehen. Stattdessen wird der Daumen oder die ganze, offene Handfläche genutzt.
Frau mit einer Hand ihren Bauch und mit der anderen eine Semmel.
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Wer im Restaurant gut gegessen hat, verkündet schon mal gerne, dass er jetzt richtig satt sei. Aber in Australien sollten Sie das lassen, zumindest wenn Sie Worte wie „I’m stuffed” dafür verwenden. Das könnte nämlich auch bedeuten, dass Sie schwanger sind.
Menschen gehen eine Straße in Reykjavik entlang.
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Gerade unter Menschen versucht man in der Regel, alle unangenehmen Körpergeräusche zu unterdrücken. Nicht so in Island: Wer hier in der Öffentlichkeit rülpst, braucht sich nicht vor schiefen Blicken zu fürchten. Für den Koch bedeutet das eher, dass das Essen gemundet hat.
  • Franziska Kaindl
    VonFranziska Kaindl
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Wer in den Urlaub fährt, wird schnell feststellen, dass anderswo auch mal andere Gepflogenheiten gelten können – manche davon wirken für uns sehr ungewöhnlich.

Egal, ob weit entfernt in Asien und Lateinamerika oder etwas näher, in Europa: Überall auf der Welt kann es vorkommen, dass Sie mit Verhaltensregeln konfrontiert werden, die Ihnen unbekannt sind. Die Unterschiede reichen von der Bedeutung von Handgesten bis hin zu den Tischmanieren: Wer in kein Fettnäpfchen treten und sich sofort als Tourist outen möchte, sollte sich also vor einer Reise über die Gepflogenheiten vor Ort informieren. Der Finanzdienstleister Remitly hat über die Google-Suchergebnisse für „etiquette in country“ oder „types of etiquette in country“ die verschiedensten Anstandsregeln weltweit analysiert: Dabei sind auch einige Kuriositäten zum Vorschein gekommen.

Rubriklistenbild: © agefotostock/Imago

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