Zelten in der Wildnis
Wildcampen: Wo es erlaubt ist und was man beachten muss
VonLaura Knopsschließen
Ohne Zwänge in der freien Natur übernachten: Wildcampen wird unter deutschen Urlaubern immer beliebter. Wo es verboten ist und was Sie beachten sollten.
Einfach raus in die Natur und sein Zelt aufschlagen, wo es einem gefällt – davon träumen viele Abenteuerlustige. Doch wer in Deutschland wildcampen möchte, muss sich zuvor gut informieren. Für das Zelten in der Wildnis gibt es einige Regeln. Was Urlauber beim Campen hierzulande beachten müssen und an welchen Orten Wildzelten legal möglich ist, erfahren Sie hier.
Wildcampen in Deutschland: Nicht nur in Norwegen und Schweden erlaubt
Obwohl gerade skandinavische Länder wie Norwegen und Schweden für das Wildzelten bekannt sind, gibt es auch in Deutschland einige Orte, an denen Abenteurer ihre Zelte in der Natur aufschlagen können. Wer abseits von Campingplätzen übernachten will, stößt allerdings dabei auf rechtliche Grauzonen. Während eine Nacht auf einem öffentlichen Parkplatz oder einer Raststätte zum Wiederherstellen der Fahrtüchtigkeit geduldet wird, gilt dies keinesfalls für das Aufstellen eines Zeltes.
Die Gesetzeslage zum Thema Wildzelten und Übernachten im Freien ist in Deutschland eher unübersichtlich. Die Regelungen und Strafen unterscheiden sich zudem von Bundesland zu Bundesland. Camper sollten sich daher immer mit den Naturschutz- und Waldgesetzen vor Ort vertraut machen. Grundsätzlich ist das Übernachten unter freiem Himmel hierzulande jedoch überall dort erlaubt, wo es nicht ausdrücklich verboten ist.
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Wildcampen in Naturschutzgebieten ist allgemein verboten
Ist kein Campingplatz in der Nähe, sollten Reisende keinesfalls einfach in Naturschutzgebieten wie Nationalparks, Biosphärenreservaten oder Biotopen campen. Auch in Küstenbereichen drohen hohe Bußgelder. In manchen Regionen hierzulande ist mittlerweile das Campen allerdings in speziellen Trekking-Camps in Naturreservaten und Nationalparks erlaubt. Diese ausgewiesenen Plätze sind meist sehr einfach ausgestattet und bieten deutlich weniger Komfort als ein herkömmlicher Campingplatz. Mit einem Unkostenbeitrag von etwa 10 Euro sind sie jedoch mehr als erschwinglich und bieten Fuß-, Rad oder Wasserwanderern eine praktische Übernachtungsmöglichkeit.
Das sollten Urlauber beim Campen beachten:
- Egal ob Sie nur eine Nacht oder mehrere an einem Ort verbringen, verlassen Sie den Ort unbedingt so, wie Sie ihn vorgefunden haben. Das gilt vor allem für Müll, Toilettengänge und Feuerstellen.
- Wer mehr als eine Nacht im Zelt oder Biwak verbringen möchte, sollte auf ein Privatgrundstück mit der Zustimmung des Eigentümers oder einen Campingplatz ausweichen.
- Wer sich in der Natur aufhält, sollte sich auch so verhalten – laute Musik und Lärm haben beim Camping im Freien nichts zu suchen. Während der Dämmerungszeit sind viele Wildtiere aktiv und daher besonders störanfällig.
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