Reise auf der Kippe
FTI-Pleite sorgt für höhere Nachfrage nach Last-Minute-Urlaub – Türkei und Mallorca noch verfügbar
VonFranziska Kaindlschließen
Die Insolvenz des Reiseanbieters FTI zwingt einige Sommerurlauber zum Umsatteln. Einige beliebte Destinationen haben glücklicherweise noch Kapazitäten übrig.
Nachdem der Reiseanbieter FTI am Montag (3. Juni) Insolvenz angemeldet hat, müssen viele Kunden um ihren Sommerurlaub bangen. Einige Reisen wurden bereits abgesagt, bei anderen bemüht sich das Unternehmen noch, sie weiterhin zu ermöglichen. Ob die gebuchten Reisen nun stattfinden oder nicht – auf ihren Urlaub verzichten, wollen offenbar nur die wenigsten. So berichtet das Urlaubsportal HolidayCheck, dass das Buchungsvolumen auf der eigenen Plattform nach der Ankündigung der Insolvenz am Montag merklich gestiegen sei. Die Reisenden könnten Glück haben – vereinzelt gibt es Fälle, in denen Angebote jetzt sogar günstiger sind als noch in der Frühbücher-Saison, wie bereits Check24 für die beliebte Urlaubsinsel Kreta feststellte.
Türkische Riviera und Mallorca haben noch Verfügbarkeiten für den Sommer 2024
Gute Last-Minute-Schnäppchen zu finden, ist kein Leichtes, aber durchaus möglich, wie HolidayCheck informiert. In den beliebtesten Reisezielen – darunter die Türkische Riviera, Mallorca, Kreta, Rhodos und Hurghada/Safaga – sei noch breites Angebot für Kurzentschlossene vorhanden. In einigen Destinationen sind die Preise jedoch gestiegen, sodass Last-Minute-Urlauber eventuell tiefer in die Tasche greifen müssen als ihnen lieb ist. Wer bei der Wahl des Reiseziels flexibel ist, kann jedoch noch ein gutes Angebot abstauben. Folgende Urlaubsziele sind laut HolidayCheck im Vergleich zum Vorjahr günstiger:
| Reiseziel | prozentuale Veränderung |
|---|---|
| Hurghada/Safaga (Ägypten) | -8 Prozent |
| Dominikanische Republik | -6 Prozent |
| Dubai | -6 Prozent |
| Marsa Alam/El Quseir (Ägypten) | -2 Prozent |
| Monastir (Tunesien) | -1 Prozent |
Von Reisezielen wie Gran Canaria oder der Türkischen Ägäis sollten Urlauber lieber die Finger lassen – hier sind die Preise um jeweils 27 Prozent und 25 Prozent gestiegen.
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Die günstigsten Reiseziele für einen kurzfristigen Familien-Urlaub
Gerade für Familien kann es schwierig sein, kurzfristig eine Alternative für den Sommerurlaub zu finden. Sie sind zeitlich an die Ferien gebunden und können die Reise somit nicht einfach in den Herbst verschieben. Trotz des generellen Preisanstiegs gehören aber immer noch einige der beliebten Urlaubsziele zu den günstigen Auswahlmöglichkeiten, wie HolidayCheck herausgefunden hat. Das sind die günstigsten Destinationen für eine vierköpfige Familie, die eine Pauschalreise bucht:
- Tunesien – ca. 3.300 Euro
- Hurghada/Safaga – ca. 3.400 Euro
- Marsam Alam/El Quseir – ca. 3.600 Euro
- Mallorca – ca. 4.100 Euro
- Türkische Riviera (All Inclusive) – ca. 4.400 Euro
- Teneriffa – ca. 4.600 Euro
- Dubai – ca. 4.600 Euro
- Fuerteventura – ca. 4.700 Euro
- Gran Canaria – ca. 4.700 Euro
- Kreta – ca. 4.800 Euro
Nicht Rhodos, Kreta oder Korfu: Zehn griechische Inseln, die von Touristen noch nicht überrannt sind




Um ein günstiges Angebot zu finden, sollten Familien verschieden Optionen durchtesten – ein Abflughafen in einem Bundesland, in dem keine Ferien sind, kann zum Beispiel Einsparungen mit sich bringen. „Günstigere Abflughäfen können zum Beispiel in einem Bundesland sein, das zum Reisezeitpunkt (noch) keine Ferien hat oder in grenznahen Gebieten wie Österreich und der Schweiz. Auch Flüge mit Zwischenstopp sind häufig günstiger als Non-Stop-Flüge“, sagt HolidayCheck-Experte Christoph Heinzmann. Auch wer bei der Reisedauer variiert und nicht die klassischen sieben Tage wählt, fährt oft besser.
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